Tja, was soll man dazu noch sagen? Metal-Franken schlägt mal wieder zurück. Dieses Mal in Form der deutschen Porn Grind-„Legende“ Dead. Laut Metal Archives ist HARDNAKED… BUT DEAD schon die zweite Veröffentlichung des Nürnberger Trios in diesem Jahr. Tja, wer’s mitgekriegt hat… Genau hier liegt auch das Problem: Auf diese Band hat niemand so wirklich gewartet. Klar: Es rumpelt wie es eben für eine solche Kapelle rumpeln muss, und alle, die auf drückende, klar produzierte High End-Produktionen, die auch im Metal ordentlich Geld kosten, keinen Bock mehr haben, können sich sicherlich an diesen Œuvre berauschen. Und für eine „Gore Grind-Grubbe“ (fränkische Schreibweise) bewegen sich Dead sogar sehr vielseitig durch die geschändete Botanik. Zum Teil rifft man in bester Black Sabbath-Manier mit schickem Groove wie bei ‘Liquor Store Goddess’. Oder missbraucht Akkordfolgen (‘Wollt ihr das Bett in Flammen sehen’) in ‘Tits’, natürlich um 666 Oktaven tiefer und rumpeliger. Und auch nicht so gerade. Selbstverständlich muss frei nach Robäddo Blango (auch fränkische Schreibweise) auch immer etwas Spaß sein, und wie viele Bands aus diesem Genre wissen auch Dead, wie man lustige Zwischenintros recht witzig einbaut. Wenn man aber mal kurz in sich geht, stellt man fest, dass solche Musik live für 20 Minuten Laune bereitet. Ansonsten braucht man das nicht.
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