Kritik zu Devil You Know The Beauty Of Destruction

Devil You Know The Beauty Of Destruction

Metalcore, Nuclear Blast/Warner 12 Songs / VÖ: 25.04.2014

6.0/ 7
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Foto: Metal Hammer

Für viele alteingesessene Killswitch Engage-Fans war es eine frohe Botschaft, als Howard Jones Anfang 2012 die Band verließ und sein Vorgänger Jesse Leach wieder zum Mikro griff. Ich war immer ein großer Anhänger von Jones’ tiefem Timbre, das im Vergleich zur kehligen Tonlage von Leach größere Wucht entwickeln konnte (im Umkehrschluss aber weniger giftig klang).

Umso spannender war die Frage, wie es Jones bei Devil You Know an der Seite von All Shall Perish-Gitarrist Francesco Artusato musikalisch krachen lassen würde – zumindest klanglich härter als Killswitch Engage auf ihren letzten Alben. Während hier die Ausrichtung deutlich in Richtung Rock geht/ging, ist auf THE BEAUTY OF DESTRUCTION noch zu jeder Phase verchromtes Metall zu hören.

Die Grundausrichtung des Debüts ist prinzipiell nicht allzu weit von dem entfernt, was Jones in seinen Anfangsjahren als Killswitch Engage-Frontmann aufführte: Über scharfen Riff-Attacken, die teilweise den modernen Neunziger-Thrash-Metal zitieren, wird im Chorus der hymnenhafte Teppich ausgerollt.

Das verfehlt seine Wirkung nicht, zumal sich mit der abschließenden Deprinummer ‘As Bright As The Darkness’ (Type O Negative lassen grüßen) oder der Power-Ballade (!) ‘It’s Over’ großartige Kontrapunkte finden. An die Großtat THE END OF HEART­ACHE (2004) reicht THE BEAUTY OF DESTRUCTION nicht heran (welches Album tut das schon…?), aber moderne Metal-Fans dürfen sich diesen Nackenschlag des talentierten Kraftwürfels nicht entgehen lassen!

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