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Fido Zombie Comedy

Ascot Elite 14. Februar 2008

6.0/ 7
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Foto: Ascot Elite

Als der perfekte Arbeiter galt, in politisch weniger korrekten Zeiten, jahrelang jener, der viele Muskeln und keinen Kopf hat – der also ohne Erschöpfung jede stupide Arbeit macht.

Wie ein Zombie also?

Ja, wie ein Zombie.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf und getreu der Devise, dass jede Krise eine Chance ist, gelingt es einem genialen Wissenschaftler, mitten im Chaos eines Zombie-Krieges, die untoten Horden zu domestizieren. Mit einem besonderen Halsband versehen, vergessen sie ihren Hunger und werden zahme Arbeiter.

Davon profitiert unter anderem das beschauliche Willard – ein verschlafenes Städtchen in den 50ern. Die „Zomb-Wars“ sind vorbei, die Zombies entweder hinter den Schutzwall verbannt, oder eben beruhigt. So arbeiten sie jetzt als Hausmeister-Gehilfen, Gärtner oder Reinigungskräfte. Jede Familie die was auf sich hält, hat einen eigenen Zombie. Sie sind jetzt Statussymbole wie Fernseher und Autos.

Nur Familie Robinson hat keinen, weil Daddy (Dylan Baker) Angst vor den – politisch hintergründig in schwarz-weiß gehaltenen – Biestern. Als sie endlich doch ihren Zombie bekommen, sich Sohnemann Timmy mit ihm – Fido (Billy Connolly) – anfreundet und Frau Helen (Carrie-Ann Moss) sich seltsam zum Verwesenden hingezogen fühlt, kommt ein Stein ins Rollen, der in einer einerseits blutigen, andererseits aber auch schreiend komischen Lawine endet.

Selten sind in einem Zombie-Film so viele bekannte Namen aufgetaucht wie hier: unter anderem Carrie-Ann Moss (MATRIX), Billy Connolly (LAST SAMURAI) und Dylan Baker (SPIDER MAN 3). Dafür war aber auch selten ein Zombie-Film so lustig und für mehr, als morbide Eigenbrötler geeignet.

Anders als zum Beispiel bei BLACK SHEEP, geht es in FIDO nicht um abwegigen Splatter-Humor, sondern um einen Witz, der fast schon in PLEASANTVILLE hätte unterkommen können – nur eben verpackt in die selbst für Fans hervorragend behandelte Zombie-Thematik.

FIDO verschießt seine Seitenhiebe auf das Genre in Dauerfeuer, spart nicht an Heile-Welt-Klischees der 50er und enthält sich auch nicht des sozialen Kommentars, der 50 Jahre nach der bespielten Zeit allerdings nicht mehr sonderlich ins Gewicht fällt.

Zombie-Film-Fans werden also genauso glücklich, wie Freunde derber Satiren und Liebhaber von 50er-Jahre-Fassaden. Was ein Spaß!


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