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Hackneyed Inhabitants Of Carcosa

Coma Tone/Soulfood 10 Songs/ VÖ: erschienen

5.0/ 7
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So ist das eben, wenn man schon als kleiner ­Scheißer rausgeht und mit dem dicken Death Metal wedelt: Hackneyed präsentieren ihr viertes Album in sieben Jahren und haben sich wieder ein gutes Stück weiterent­wickelt.

Kein Wunder, wenn man als Teenie anfängt. Und so ist es auch nicht verwunderlich und verdammt gut, dass sich die nicht mehr ganz so jungen Burschen mit jedem Album einen Schritt weiter zu einem ureigenen Sound hinarbeiten. Das moderne Element bringt Shouter Philipp Mazal mit, der dank einer gewissen Variabilität in den Growls schon mal an Whitechapels Phil Bozeman erinnert.

Variabilität ist aber auch das Stichwort für die Musik von Hackneyed im Jahr 2015. Von brutalen Knüppel-Passagen bis hin zu atmosphärisch dichten Momenten decken die süddeutschen Brüderpaare Cox und Fink ein breites Spektrum ab, das zwar immer Death Metal, jedoch selten vorhersehbar ist. Das wiederum erinnert partiell an die aktuelle Inkarnation von Decapitated, die dereinst auch als Teenies starteten und sich heute keiner Schublade mehr zuordnen lassen wollen – wenngleich sie räudiger klingen. Mit der Atmosphäre ist das auch so eine Sache – für die einen zwingend notwendig, reicht den anderen beim Blowjob ein Teelicht.

Dennoch gilt: Aus dem Jugendzentrum des deutschen Death Metal ist eine erwachsene Band geworden, die mit INHABITANTS OF CARCOSA ihr Augenmerk auf atmosphärisch dichten Death Metal legt und der das Songwriting deutlich wichtiger ist als reine Brutalität zum Selbstzweck. Sympathisch.

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