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ILLDISPOSED Sense The Darkness

Death Metal, Massacre/Soulfood 13 Songs / 53:52 Min.

5.0/ 7
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Foto: Massacre

Na, da schau her! Illdisposed – die alten Suffköppe aus Dänemark – machen auf ihre alten Tage einen auf „modern“. Nein, nein, hier regiert schon noch der skandinavische Death Metal-Hammer, aber eben etwas anders. Frischer. Und Illdisposed wären nicht sie selbst, wenn sich das aktuelle Werk nicht von seinen Vorgängern unterschiede. Klar, Sänger Bo Summer ist als Grunz-Champion nach wie vor eine verlässliche Konstante, aber anno 2012 setzen die Dänen den Fokus ganz klar auf ihre Wurzeln – und die sind Death Metal. Zumindest für die nächsten eineinhalb bis zwei Jahre ist kein Platz für „Wir wären so gerne Paradise Lost und möchten auch so klingen“-Spielereien. Auf SENSE THE DARKNESS rifft es ganz gewaltig, und der Bulldozer verrichtet sein Tagewerk mit Kraft und Potenz. Mit den letzten Alben schwand das Standing des Quintetts zusehends, und ich will an dieser Stelle nicht den großen Propheten spielen, aber doch die Hoffnung hegen, dass eine altgediente Death Metal-Kapelle (Gründung 1991) wieder in die Spur gekommen zu sein scheint und damit immerhin die 999ste „Wir wären so gerne Cannibal Corpse und möchten auch so klingen, können es aber einfach nicht“-US-Kapelle am Erfolg hindert. Einziges Manko an dieser sehr ordentlichen Leistung ist der zuweilen etwas klinische Sound, aber Summer und sein Bulldozer-Clan riff-morden so charmant, dass das am Ende noch in Ordnung geht. Da ich Illdisposed in der Tat schon abgeschrieben hatte, ziehe ich meinen Hut einmal mehr, verbeuge mich noch ein wenig tiefer und applaudiere mit verdienten fünf Punkten.


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