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In Flames Sounds Of A Playground Fading

Century Media / EMI 13 Songs / 53:58 Min. / VÖ: 17.06.2011

6/ 7
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Foto: Century Media Records

Für viele von euch mag das keine große Überraschung sein: In Flames rücken erneut auf Platz eins des METAL HAMMER-Soundchecks vor. Da die Schweden in den letzten Jahren immer metallische Qualität über Gebühr abgeliefert haben, ist das kaum verwunderlich. Aber so einfach gestaltet es sich dann auch wieder nicht, denn dass das neue Album SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING wieder einmal alle Konkurrenten hinter sich lässt, ist keine Selbstverständlichkeit. Immerhin schockierte die News aus dem letzten Jahr, dass Gitarrist Jesper Strömblad In Flames nach diversen Ausfällen endgültig verlassen hat, die Fans – und sorgte auch bei der Band selbst nicht gerade für Hochstimmung. Denn mit Strömblad ging nicht nur ein Charakterkopf und ein begnadeter Gitarrist, sondern fortan fehlte auch der Hauptsongwriter bei den Schweden.

Was würde das für die neue Platte bedeuten? Wie weit würden sich In Flames stilistisch verändern oder gar mit ihrem ureigenen Metal-Stil brechen? Zermürbende Fragen standen lange Zeit im Raum, die Produktion von SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING verzögerte sich, und jetzt, drei Jahre nach A SENSE OF PURPOSE wird das Geheimnis endlich gelüftet. Während man beim bedeutungsschwangeren Beginn des Openers ‘Sounds Of A Playground Fading’ noch den Atem anhält, kann man spätestens beim Chorus beruhigt ausatmen. Gitarrist Björn Gelotte, der sich die schwere Bürde des Songwritings allein auferlegte, hat ganze Arbeit geleistet. Perfekt auf die Gesangsarbeit von Anders Fridén zugeschnitten, weist gleich der erste Song die bittersüßen Erkennungsmerkmale auf, die alle In Flames-Hits in der Vergangenheit besaßen.

So geht es auch bei ‘Deliver Us’ weiter: Doppelläufige Maiden-Gitarren stoßen hinzu, und im Hintergrund schmücken elektronische Sampler-Einsprengsel den Song aus. Einmal gehört, gleich im Kopf abgespeichert. Das passiert bei SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING mehr als einmal, denn Gelotte hat ein Gespür für verführerische Melodien und ergreifende Riffs, ohne die entsprechende Härte einzubüßen. Nehmt ‘Ropes’, ‘Fear Is The Weakness’ oder auch ‘Where The Dead Ships Dwell’: Das ist perfekt in Szene gesetzter, melodischer Metal mit einem gesunden Schuss Pop-Charakter. Wer es düsterer mag, kann sich gerne an ‘Jester’s Door’ oder dem außergewöhnlichen ‘The Attic’ laben. Wer im Gegensatz dazu den Haarrotor maximal drehen will, kriegt seine Vollbedienung beim aggressiven ‘Darker Times’, ‘Enter Tragedy’ oder ‘The Puzzle’.

Das erinnert an Zeiten, als das Durchbruchsalbum REROUTE TO REMAIN (2002) noch nicht geschrieben war. Fett. Und mit ‘Liberation’ setzen die Schweden einen Schlusspunkt, der In Flames 2011 perfekt zusammenfasst. Man hört dem letzten Song des Albums förmlich an, wie glücklich sie sind, dieses schwere, vielleicht sogar das schwerste Kapitel ihrer Karriere gemeistert zu haben. Während viele Fans tagtäglich für eine Rückkehr Strömblads beten, haben In Flames mit ihrem neuen Hauptsongwriter Björn Gelotte bewiesen, dass nichts und niemand sie aufhalten respektive schwächen kann. Im Gegenteil: Die Schweden verdienen den vollen Respekt, denn sie haben den Druck, der nach so vielen erfolgreichen Alben auf ihren Schultern lastet, locker weggesteckt und den Ausstieg Jesper Strömblads mit Bravour kompensiert. SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING liefert den Beweis. Applaus!

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