Jaded Sun GYPSY TRIP Review

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Schon The Answer haben die Frage, was eine junge Band dazu treibt, sich dem bluesigen Rock zu verpflichten, mit ihrem deftigen Debüt erfolgreich beantwortet. Nun ziehen ihre irischen Landsmänner Jaded Sun gleich.

Dass in einem so klassischen wie traditionslastigen Feld schwerlich neue Impulse zu setzen sind, liegt in der Natur der Sache. Vielmehr zeichnet sich eine Band, die sich dieser Rock-Richtung verschrieben hat, jenseits der zwangsläufig tradierten Song-Schemata dadurch aus, wie authentisch sie diese darbietet. Und bei Gypsy Trip stimmt von der Gitarrenarbeit über den dynamischen Dreh bis hin zur seelenvollen Stimme von Sänger John Maher alles.

Wem die Black Crowes unlängst etwas zu sehr auf der Kiffer-Phlegma-/Love & Peace-Schiene gefahren sind, findet hier noch den kratzigen Kellergeist-Spirit ihrer Anfangstage. Ganz groß wird es dann, wenn Jaded Sun auf ‘Crave’ mit rausgestreckter Zunge und mit STICKY FINGERS Jagger und Richards belangen oder auf ‘He Knows Home’ klingen wie die Stones, als hätten sie 1968 Pearl Jams ‘Jeremy’ komponiert. Muss man erst mal nachmachen.

Tolle, Plattitüden-freie Platte, die einen ernsthaft darüber nachdenken lässt, ob Irland nicht die wahre Blues-Brutstätte unserer Tage ist.

FRANK THIESSIES

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Juli-Ausgabe!)


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