Das zweite Album der Karlsruher Band um Sänger, Keyboarder und Bassist Aggreash setzt den mit THE FINAL RESURRECTION eingeschlagenen Weg konsequent fort: treibender Dark/Black Metal über die ganze Bandbreite von melodisch bis rasant.
In stilistischer Hinsicht fühlt man sich zuweilen an Größen wie Dimmu Borgir und Cradle Of Filth erinnert, aber man merkt der Band das Bestreben an, ihr eigenes Ding durchzuziehen – und das mit vollem Einsatz: Ein Indiz ist der Sound, denn die Scheibe wurde im renommierten Fredman-Studio produziert, im Cutting Room gemastert – und ballert demzufolge ordentlich und erstklassig. Die Songs selbst sind abwechslungsreich gestaltet, lassen aber zuweilen wirklich herausragende Melodien oder Riffs vermissen. Spaß macht die Scheibe dennoch, denn wirkliche Schwachstellen sind nicht zu nennen. Im Gegenteil: Lyfthrasyr wissen ihre Stärken auszuspielen. Besonders das exzessive Schlagzeugspiel von Skytorian und der abwechslungsreiche Gesang von Aggreash stechen positiv hervor – wenn die Band jetzt noch ihre eigene Note weiter ausarbeitet und etwas an den Ideen feilt, dürfte die dritte Scheibe ein echter Hammer werden!
Black/Dark Metal-Fans, die es heftig, aber nicht bis zum Anschlag extrem mögen, sollten THE RECENT FORESIGHT auf alle Fälle anzutesten. Die Band hat Unterstützung verdient!
Martin Wickler
(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Mai-Ausgabe!)
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