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Masterplan TIME TO BE KING Review

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Hinterher ist man immer schlauer und tut sich leichter… Obwohl: MK II, der 2007 vom US-Shouter Mike DeMeo eingesungene Vorgänger des aktuellen Masterplan-Werks, war nicht von schlechten Eltern. Nur: Es gibt Combos, zu denen aufgrund der musikalischen Ausrichtung der Instrumentalisten eigentlich nur ein Sänger passt.

Masterplan – und das sind die Lehren aus MK II – sind eine solche Kapelle. Nun schwingt er wieder das Mikro für den ehemaligen Helloween-Gitarristen Roland Grapow & Co.: Jorn Lande, der Norweger, der als skandinavische Antwort auf Ronnie James Dio gehandelt wird. Das beweisen gleich der furiose Opener ‘Fiddle Of Time’ (der zudem mit leicht keltischen Blind Guardian-Gitarren verblüfft), der sich anschließende energische Marsch ‘Blow Your Winds’ (der in seiner Machart vage an ‘Judas’ von Stratovarius erinnert) und die folgende Hymne ‘Far From The Ende Of The War’: Lande demonstriert eindrucksvoll, dass er mit seinem variablen Organ ideal die vielseitig strukturierten Kompositionen seiner Brötchengeber abrundet, ihnen das gewisse Band-typische Flair verleiht.

Auch sonst kann man jeden Song nehmen, den man will: Ob der vielseitig strukturierte Titel-Track, das episch-düstere ‘Lonely Winds Of War’, die Halbballade ‘The Dark Road’ mit ihren Deep Purple- und Ian Gillan-Vibes oder das monumentale ‘Under The Moon’. Das Duo Grapow/Lande harmoniert mit seinen wohl aufeinander abgestimmten, sich gegenseitig unterstützenden Beiträgen wie in guten, alten Zeiten! Fazit: Eine Sänger-Rückholaktion, die sich gelohnt hat – ebenso wie das lange Warten auf diese, nun, nennen wir es: „Reunion-Scheibe“.

Andreas Schöwe

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juni-Ausgabe des METAL HAMMER.


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