Göteborg gilt nach wie vor als Hochburg des melodischen Death Metal. Umso erfreulicher, dass ausgerechnet aus dieser schwedischen Stadt eine hoffnungsvolle Nachwuchsband in den Prog-Olymp strebt.
Das Quintett hat sich nach der speziellen Zellteilung Meiose (Miosis) benannt, die vor allem dazu dient, die Genvielfalt einer Population voranzutreiben: ein passender Verweis auf die Vielfalt der verschiedenen Musikstile, die Miosis unter dem Banner Prog vereinen.
Irgendwo zwischen Tool’schen „Sieben-Vierteltaktern“ und der Weite mancher Postcore-Vertreter, schaffen sie sich ihren eigenen Nukleus, in dem sie sich austoben. Dabei gehen die Newcomer erstaunlich selbstbewusst und mit großem Selbstverständnis zu Werke – fast, als seien sie alte Hasen.
Darin liegt auch der einzige Kritikpunkt an diesem überdurchschnittlichen Debütalbum. Man wünscht sich an mancher Ecke ein wenig mehr dieses „aus-dem-Bauch-heraus-Gefühl“ und ein paar mehr Ecken und Kanten.
Man könnte fast sagen: Dieses Album ist das Quäntchen zu perfekt, um mit schierem Charisma und Ungestüm zu überzeugen. Trotzdem: großes Kompliment an diese junge Band aus Sverige!
Christian Hector
Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der April-Ausgabe des METAL HAMMER.
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