Toggle menu

Metal Hammer

Search

Mucc SHION Review

teilen
mailen
teilen
von

Einseitigkeit ist sicher das Letzte, das Mucc vorgeworfen werden kann. Ihr achtes Studioalbum SHION ist aber nicht nur abwechslungreich, sondern auch ein verdammt schmackhaftes musikalisches 13-Gänge-Menu.

Es gibt Metal-Kracher á la Sepultura (‚Nuritsubusunara enji‘), Industrial-lastige Songs in der Tradition von Depeche Mode (‚Fuzz‘) und wuchtigen modernen Metal (‚Shion‘). Garniert wird das Ganze mit einer tüchtigen Prise Rock. Als Feinwürze untermalen mal Streicher die dramatische Stimmung (‚Sorawasure‘), mal weint eine Mundharmonika im Hintergrund (‚Fuzz‘). Auch traditionelle Einflüsse aus der japanischen Musikszene der 70er Jahre fehlen nicht (‚Anjelier‘). Ihr Händchen für ruhige Klänge zeigen die Japaner meisterhaft in ‚Chiisana mado‘.

Genauso abwechslungsreich wie die Musik ist auch der Gesang von Tasurou. Egal ob tiefe Growls, rhythmischer Rap oder gefühlvolle Vocals: der Mann beherrscht das komplette Repertoire. Die Texte selber offenbaren einen düsteren Blick auf die Welt: Einsamkeit, Verzweiflung, Trauer und verlorener Liebe. Doch auch wenn man kein japanisch versteht, fühlt man die Emotionen. Eine echte Glanzleistung.

SHION ist so ein Album, das einfach nicht langweilig wird. Bei jedem Song wächst der Hunger nach mehr. Hoffentlich gibt es bald einen deftigen Nachschlag.

Simone Bösch


ÄHNLICHE KRITIKEN

Shining VI :: KLAGOPSALMER Review

Poison SEVEN DAYS LIVE Review

Draugnim NORTHWIND’S IRE Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Lacuna Coil: 20 Jahre KARMACODE

Genau zwei Jahrzehnte ist es her, dass Lacuna Coil ihr Viertwerk KARMACODE veröffentlichten. Anlässlich des Jubiläums blicken wir zurück.

Geezer Butler nutzt KI-Sänger für neues Soloalbum

Black Sabbath-Ikone Geezer Butler arbeitet an einem neuen Album. Für den Gesang holt sich der Bassist vorerst Unterstützung von KI.

Volbeat: Zurück auf Los!

Auf ihrem neunten Album GOD OF ANGELS TRUST bemühen Volbeat in einigen Punkten wieder die Verve von früher.

teilen
mailen
teilen
Boysetsfire: Gründungsschlagzeuger gestorben

Boysetsfire trauern um ihren ehemaligen Schlagzeuger Matt Krupanski, wie sie via Instagram bekanntgaben. Krupanski begleitete die Band seit ihrer Gründung 1994 bis zu ihrer vorläufigen Trennung 2007. 2010 formierte sich die Band neu und der Schlagzeuger war bis 2012 erneut von der Partie, bevor er endgültig die Band verließ. Erinnerungen Boysetsfire schreiben in ihrem Post: "Wir hassen es, dass wir das hier schreiben müssen. Heute hat die Boysetsfire-Familie eines ihrer Gründungsmitglieder verloren: Drummer Matt Krupanski. Uns fehlen die Worte. Momentaufnahmen und Erinnerungen schießen uns durch die Köpfe." Die Band teilt außerdem eine ganze Liste von Erinnerungen an wilde Zeiten mit dem…
Weiterlesen
Zur Startseite