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Mucc SHION Review

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Einseitigkeit ist sicher das Letzte, das Mucc vorgeworfen werden kann. Ihr achtes Studioalbum SHION ist aber nicht nur abwechslungreich, sondern auch ein verdammt schmackhaftes musikalisches 13-Gänge-Menu.

Es gibt Metal-Kracher á la Sepultura (‚Nuritsubusunara enji‘), Industrial-lastige Songs in der Tradition von Depeche Mode (‚Fuzz‘) und wuchtigen modernen Metal (‚Shion‘). Garniert wird das Ganze mit einer tüchtigen Prise Rock. Als Feinwürze untermalen mal Streicher die dramatische Stimmung (‚Sorawasure‘), mal weint eine Mundharmonika im Hintergrund (‚Fuzz‘). Auch traditionelle Einflüsse aus der japanischen Musikszene der 70er Jahre fehlen nicht (‚Anjelier‘). Ihr Händchen für ruhige Klänge zeigen die Japaner meisterhaft in ‚Chiisana mado‘.

Genauso abwechslungsreich wie die Musik ist auch der Gesang von Tasurou. Egal ob tiefe Growls, rhythmischer Rap oder gefühlvolle Vocals: der Mann beherrscht das komplette Repertoire. Die Texte selber offenbaren einen düsteren Blick auf die Welt: Einsamkeit, Verzweiflung, Trauer und verlorener Liebe. Doch auch wenn man kein japanisch versteht, fühlt man die Emotionen. Eine echte Glanzleistung.

SHION ist so ein Album, das einfach nicht langweilig wird. Bei jedem Song wächst der Hunger nach mehr. Hoffentlich gibt es bald einen deftigen Nachschlag.

Simone Bösch


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