Toggle menu

Metal Hammer

Search

Running Wild Shadowmaker

Heavy Metal, Steamhammer/SPV 10 Songs / 50:32 Min. / 20.04.2012

2.0/ 7
teilen
mailen
teilen
von
Foto: Steamhammer/SPV

Es wäre zu einfach, SHADOWMAKER von vornherein mit Häme zu überziehen. Denn obwohl Running Wild seit über zehn Jahren kein zwingendes Album mehr veröffentlicht haben und ihr lustloser Abschied in Wacken 2009 ihren Ruhm nicht unbedingt vergrößerte, war ich doch neugierig auf den Neustart. Die gute Nachricht: Songs wie ‘Riding On The Tide’ oder ‘Into The Black’ beinhalten die typischen Elemente, die Running Wild einst unverwechselbar machten. Dass Rolf Kasparek die Ideen entweder bei sich selbst oder Judas Priest (‘Piece Of The Action’ riecht verdächtig nach ‘Turbo’) oder Saxon (‘Locomotive’ erinnert auch inhaltlich an die ‘Princess Of The Night’) ausborgt, ist für Fans mit verklärtem Blick gerade noch okay. Dass er die Songs allein eingespielt hat… geschenkt.

Doch jeglicher Versuch, SHADOWMAKER richtig gut finden zu wollen, wird durch die zu Tode polierte Produktion zunichte gemacht. Obwohl Running Wild für die offensichtlich programmierten Drums in der Vergangenheit mehrfach Kritik eingesteckt haben, und obwohl sich Rock’n’Rolf darüber im Klaren sein müsste, dass ein Comeback-Album alles und jeden vernichten sollte, begibt er sich direkt in dieses Minenfeld zurück. Ich werde den Eindruck nicht los, dass SHADOWMAKER ein mit möglichst geringem Aufwand konstruiertes Werk ist, und mein Fan-Herz fragt sich: Meint er das ernst? Als altem Hasen wäre es für ihn ein Leichtes gewesen, den verbeulten Lack seines einst stolzen Dampfers wieder aufzupolieren und mit einer motivierten Mannschaft nochmal in die Schlacht zu ziehen. Doch statt angriffslustig den Thron des deutschen Metallhandwerks zurückzufordern, erleidet SHADOWMAKER in Komposition und Produktion Schiffbruch. Mit diesem Album sind Running Wild meilenweit von einem würdigen Comeback entfernt.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden + damit euch auch sicher nichts entgeht.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Running Wild :: RAPID FORAY

Running Wild :: Resilient

Running Wild :: The Final Jolly Roger


ÄHNLICHE ARTIKEL

Sound-Effekte: Der Sound macht die Musik

Sound-Effekte sind mal subtil, mal komplett drüber, aber immer mit Wirkung. Wir haben uns die wirkungsvollsten herausgesucht.

Running Wild: Neues Album kommt später

Beim neuen Album von Running Wild gibt es eine weitere Verzögerung. Dock Rolf Kasparek hat sich einen Zeitplan zurechtgelegt.

Running Wild: 30 Jahre MASQUERADE

1995 setzten Running Wild nicht nur ein Zeichen, sondern direkt elf - mit jedem Lied ein neues. Eine Zeitreise anlässlich des Jubiläums.

teilen
mailen
teilen
Must-see: 6 starke Metal-Dokus über Bands und Musiker

Du bist bei einem Konzert und jemand kommt aus dem Backstage-Bereich. Bevor die Tür wieder zu ist, erhaschst du einen kurzen Blick ins Innere – hinter die Kulissen. Das geht auch einfacher: Es gibt viele Metal-Dokus, die sich mit einem bestimmten Genre oder Festival, mit Bands, einzelnen Personen oder der Szene allgemein befassen; sowohl unterhaltsam als auch gefühlvoll. Die folgende Liste ist kein Ranking und versteht sich nicht als Nonplusultra – sie präsentiert sechs sehenswerte Metal-Dokus über eine Band oder einen Musiker. Iron Maiden – Flight 666 https://www.youtube.com/watch?v=YMRhXeiANiA Wer seit über 40 Jahren im Musik-Business unterwegs ist, hat eine Menge…
Weiterlesen
Zur Startseite