Sunn o))) MONOLITHS & DIMENSIONS Review

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Ein drückend dröhnendes Riff eröffnet ‘Aghartha’, den Opener von Sunn O)))s siebtem Studioalbum. Alles wie gehabt? Von wegen, denn im Schlepptau jener kriechenden Kraftausbrüche finden Violine, Piano, Klarinette und Waldhorn Einzug in das epische, knapp 18-minütige Arrangement.

Sunn O)))s federführende Fixpunkte, Stephen O’Malley und Greg Anderson, sind mit dem klassisch ausgebildeten Komponisten Eyvind Kang (u.a. Mr. Bungle) kreativ in Klausur gegangen – und schaffen damit den stimmigen Vorstoß in neue Sound-Sphären. Und auch wenn Attila Csihar den insgesamt vier Stücken des Albums zuweilen seine Stimme und ihnen damit einen vernebelten Horror-Hauch von Bela Lugosi verleiht, wirkt die Formulierung „Songs“ unangemessen.

Vielmehr handelt es sich bei Monoliths & Dimensions tatsächlich um mehrdimensionale ineinander schmelzende Suiten, die sich zu einer schweren wie erhabenen musikalisch mäandernden monolithischen Gesamtkunstformation gruppieren.

Mit Harfe, klassischen Chören und einer zuweilen gar an Neil Youngs DEAD MAN-Soundtrackbeitrag erinnernden elegischen E-Gitarre von Langzeitkollaborateur Oren Ambarchi, loten Sunn O))) die Score-Möglichkeiten zwischen orgiastischen Feedbacks und orchestrierten Ober- und Untertönen tiefgründig aus.

Frank Thiessies

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Mai-Ausgabe des METAL HAMMER.


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