Als elektronische Stahllieferanten liegen Tasters auf einer Trend-Wellenlänge mit Asking Alexandria und Bring Me The Horizon. Deren Fokus- und Trefferpunkte lässt die einst als Taster’s Choice aktive Band auf ihrem dritten Album jedoch vermissen: Beliebiges Zusammenwürfeln von Rave-/Trance-Teppichen (‘How Easy To Die’), Streicherzusätzen (‘Dead Roses’), Raserei (‘Shadows’), purem Kitsch (‘First Time’) und süßlichen (Alternative Rock-)Refrains (nahezu alle Songs) ersticken Stimmigkeit ebenso im Keim wie sakrale Slipknot- (‘Katerine’s Got A Secret’) und Deathstars-Horrorfilm-Ausflüchte (‘Sleeping With Spirits’).
Die Italiener decken jeden der Metalcore-, New Metal-, Rock- und Elektronik-Bereiche solide ab, ragen aber in keinem ernsthaft heraus. Zudem scheidet Daniele Nelli die Geister: Als fauchender und grunzender Aggroklumpen macht der Frontmann eine standesgemäße Figur. Überdosierte, auch als „Cher-Effekt“ beschimpfte Pitch-Korrekturen hüllen seinen Klargesang hingegen in poppig-penetrantes Plastik. Nach zwölf Jahren und zwei Alben sollten Tasters eigentlich einen ausgeprägteren Geschmacksgaumen entwickelt haben.
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