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Testament Dark Roots Of Earth

Thrash Metal, Nuclear Blast/Warner 9 Songs / 51:07 Min.

6.0/ 7
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Foto: Nuclear Blast

Viele Bands waren immer dann erfolgreich, wenn sie sich weiterentwickelt haben, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu sehr zu beschneiden oder gar völlig zu vergessen. Testament sind genau eine solche Formation. Den Bay Area-Thrash haben sie nachweislich und vor allem auch nachhaltig mitgeprägt. Dass die Band um Sänger Chuck Billy heutzutage noch immens wichtig ist, macht DARK ROOTS OF EARTH mehr als deutlich.

Zwar kommt der Opener ‘Rise Up’ nur solide daher, aber dann nimmt die wilde Reise ihren Lauf: ‘Native Blood’ bietet geradlinigen, modernen Thrash, der zuweilen nach Trivium schmeckt. Groß. Besonders geil: Hymnenhafte Gesangsarrangements über kackigen Blast-Passagen. Weiter geht’s mit ‘True American Hate’. Eine große Thrash-Nummer mit abartig geilen Solo-Eskapaden. Hirnsäge of Thrash. Generell ist es Chuck Billy, der das ohnehin schon sehr gute Songwriting mit seinem Gesang noch eine Stufe höher levelt. Weiteres Beispiel für ein Highlight: Die Heavy-Ballade ‘Cold Embrace’, welche Metallicas ‘Fade To Black’ und ‘The Day That Never Comes’ oder den seichteren Songs von Machine Head ähnelt.

Es ist zwar eine viel zu oft bemühte Floskel, aber auch auf Album Nummer elf regiert die berühmte Abwechslung und lässt DARK ROOTS OF EARTH dementsprechend triumphieren. Testament ist es mit diesem Werk gelungen, ein modernes Old School-Abum abzuliefern. THE NEW ORDER (1988) trifft quasi auf dezente Modern Thrash-Moleküle, ein definitives Highlight 2012.

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