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Therapy? CROOKED TIMBER Review

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Was zum Teufel ist denn hier passiert? Müssen sich Therapy? schon wieder dagegen wehren, vielleicht Erfolg zu haben? Das ist doch schon vor über zehn Jahren mit SEMI-DETACHED gründlich nach hinten los gegangen. Die Stärken der Iren liegen schlicht und ergreifend in mitreißenden Melodien, Ohrwurm-Refrains, frischer Energie.

Davon hat das explizit rhythmisch – nicht melodisch – konzipierte neue Album CROOKED TIMBER leider aufgrund dieser vorher festgelegten Marschrichtung rein gar nichts zu bieten. Statt auf punkige Melodien wird auf noisige Rhythmen gesetzt, deren Produktion ordentlich in den Ohren schleift und schneidet, anstatt mit Pfunden zu drücken oder gar locker-leicht reinzulaufen. Bis das erste Mal was hängen bleibt, wartet der Fan fünf Songs lang. Dann endlich erlöst der Titel-Song ein wenig. Das folgende ‘I Told You I Was Ill’ reißt die trügerische Entspannung aber gleich wieder ein. So können die Höhepunkte – die eigentlich nur weniger nervtötende Momente sind – an einer Hand abgezählt werden.

Prinzipiell ist es ja gut, richtig, unterstützenswert, wenn sich eine Band künstlerisch herausfordert und Neues bieten möchte. Wenn sich eine Band, mit der eh schon längst niemand mehr rechnet, damit aber final dekonstruiert, sollte das Konzept noch mal überdacht werden. Allein schon, weil das CROOKED TIMBER-Experiment von Noise und Rhythmik schon vor über zehn Jahren von Bands wie Helmet deutlich besser gemacht worden ist.

Tobias Gerber

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der April-Ausgabe des METAL HAMMER.


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