Kritik zu Timo Tolkki’s Avalon Angels Of The Apocalypse

Timo Tolkki’s Avalon Angels Of The Apocalypse

Progressive Metal, Frontier/Soulfood 11 Songs / VÖ: 16.05.2014

4.0/ 7
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Zugegeben: Als einstiger Verehrer großer Stratovarius-Alben wie FOURTH DIMENSION (1995), DESTINY (1996) oder INFINITE (2000) fällt es schwer, dem aktuellen Avalon-Projekt von Timo Tolkki und seiner neuesten Scheibe ANGELS OF THE APOCALYPSE allzu viel Positives abzugewinnen.

Fangen wir beim Songwriting an: Als ob im Bereich Melodic Metal die Zeit seit zwanzig Jahren stehen geblieben wäre, werden Klischees und Standards bis an den Rand des Erträglichen strapaziert. Neu oder zeitgemäß ist leider nur wenig, mitunter nicht einmal die Melodieführung. Dann die Produktion: eine riesige Enttäuschung!

Solche Plastik-Drumsounds will anno 2014 niemand mehr hören! Sorry, Timo, wirklich niemand! Dass der Meister zudem sein eigenes Instrument (Gitarre) dermaßen lieblos in den Hintergrund platziert, ist völlig unverständlich. Von „Hörspaß“ kann man also nur eingeschränkt sprechen, weil auch die pathetisch-kitschigen Gesänge (unter anderem von Floor Jansen, Simone Simons und Fabio Lione) merkwürdig aufgesetzt klingen. Was bleibt, ist ein (rein subjektiv vergebener) Sympathiepunkt für Tolkkis generelles Lebenswerk, der hier eine noch geringere Bewertung verhindert. Das muss man leider so deutlich sagen.

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