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Van Canto Dawn Of The Brave

A-cappella-Metal, Napalm/Universal 13 Songs

2.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Zugegeben: Ich verstehe den Gag immer noch nicht. Sehr wohl höre und respektiere ich die außergewöhnliche Begabung aller Beteiligten, welche die einzelnen Instrumente mittels ihrer Stimmbänder imitieren – aber die Umsetzung (mit Ausnahme der üppigen Produktion von Charlie Bauerfeind und Ronald Prent) lässt mich nach einigen Minuten jedes Mal wieder mit den Achseln zucken. Das rockt nicht für zwei Cent (schmissiges Metal-Schlagzeug hin oder her), klingt aufgesetzt und wirkt letztlich wie ein schlichter (wohlgemerkt angesichts der Verkaufszahlen erfolgreicher) Versuch, in eine eigentlich artfremde Szene einzubrechen.

Bei den eigenen Power Metal-Kompositionen rinnt kalorienreichster Manowar-Kitsch aus dem Rechner – völlig egal, ob da nun Sly oder Inga Scharf die Richtung am Mikro vorgeben. Pathos pur, aber irgendwie brutal abgeschmackt. Meine persönlichen Favoriten sind jedoch die Cover-Versionen von DAWN OF THE BRAVE: ‘The Final Countdown’ stellt eine derart unfassbare Komplettentkernung des Originals dar, dass man tatsächlich schmunzeln muss. Besser wird es auch bei ‘Holding Out For A Hero’ nicht, das die Vorlage (leider metal-typisch) nicht nur stumpf zerdeppert sondern auch zeigt, wie gut Bonnie Tyler singen kann.

Selbst das eigentlich unkaputtbare ‘Paranoid’ winselt vergebens um Gnade. Das gesamte Album wirkt dermaßen künstlich, so bitterlich erzwungen, dass es mit dem Kernelement des Metal und Rock – lodernder Emotion – eben genau nichts zu tun hat. Egal. Das nächste Wacken kommt bestimmt.

Heiß oder Scheiß? DAWN OF THE BRAVE von Van Canto spaltet die METAL HAMMER-Redaktion und wird zum Streitfall unserer Februar-Ausgabe


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