Schon das letzte Venom-Album FALLEN ANGELS zeigte überdeutlich, in welcher Zwickmühle sich Alt-Recke Cronos befindet: Alles, was die Briten vor über 30 Jahren produzierten, ist Stoff für Legenden; alles seither (und insbesondere seit dem Comeback 1997) buchstäblich zum Vergessen.
Ich jedenfalls habe original keine Erinnerung mehr an FALLEN ANGELS, bis auf das ganz ansehnliche Coverartwork, und ich prophezeie, dass FROM THE VERY DEPTHS das gleiche Schicksal erfahren wird. Die großkotzigen Presseverlautbarungen (Tonlage: alles noch supergeiler als je zuvor) helfen dabei auch nicht, sondern machen die Anerkennung nur noch schwerer, dass Cronos und seine zwei Schergen durchaus nackenmuskeltrainierenden, schnörkellosen Heavy Metal anrühren; stumpf, aber umpf, retro, aber respektabel produziert.
Alles schon tausendmal gehört, und die Texte, bei denen versagen die Worte, aber… Spaß macht das schon. Halbwegs. Für die gut 50 Minuten, die das Teil dauert. Noch einmal werde ich es nämlich kaum anhören.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Lancer :: MASTERY
Grave Digger :: HEALED BY METAL
Pikes Edge :: ALL OF OUR BEAUTY
ÄHNLICHE ARTIKEL
Venom: Darum tritt die Band kaum in den USA auf
Tourneen sind häufig eine teure Angelegenheit — erst recht, wenn sie einem unnötig erschwert werden, wie Venom-Gitarrist Rage moniert.
Judas Priest: Ist das nächste Album bald fertig?
Wie Richie Faulkner in einem Radiointerview verriet, kommen die Arbeiten am nächsten Album von Judas Priest gut voran.
Venom: "Keine Lust auf noch mehr Streit."
Mit INTO OBLIVION meldet die britische Legende Venom einmal mehr Ansprüche auf den Thron der ewigen Dunkelheit an.
