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Slipknot: Darum ist die Jubiläumsausgabe von ALL HOPE IS GONE eine Enttäuschung

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ALL HOPE IS GONE ist nicht nur das vierte Studioalbum von Slipknot, auch ist es das letzte Album der Band in Originalbesetzung. Bassist Paul Gray verstarb am 24. Mai 2010 und Drummer Joey Jordison musste die Band am 12. Dezember 2013 verlassen. So gesehen ist ALL HOPE IS GONE ein durchaus geschichtsträchtiges Album für Slipknot. Und scheinbar auch Grund genug, um zum zehnten Jubiläum eine Sonderfassung auf den Markt zu bringen. Für Fans (und alle anderen eigentlich auch) ist diese Jubiläumsausgabe jedoch eher enttäuschend.

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Verpackung

Fangen wir bei den Äußerlichkeiten an: Die CD-Version von ALL HOPE IS GONE (10TH ANNIVERSARY EDITION) wird in einem Jewelcase aus Plastik verkauft, außerdem gibt es ein neues Cover-Motiv. Verglichen mit den Jubiläumsausgaben SLIPKNOT und IOWA, die jeweils in hochwertigen und aufwändig gestalteten Digipaks daherkamen, wirkt die Verpackung von ALL HOPE IS GONE geradezu lustlos.

Das Album

Darüber lässt sich bestimmt streiten, aber ALL HOPE IS GONE gehört nicht zu den stärksten Alben der Band, und als Fan darf man sich zu Recht die Frage stellen, warum es zum zehnten Geburtstag von VOL. 3: (THE SUBLIMINAL VERSES) keine Sonderveröffentlichung gab. Aber nun gut, das ist eine andere Sache. Leider wurde das Album ALL HOPE IS GONE aber auch nur in der Standardversion in die „10th Anniversary Edition“ gepackt. Mit ‚Child Of Burning Time‘ und ‚Til We Die‘ fehlen zwei wichtige Bonus-Tracks aus der damaligen Special Edition.

Das Live-Konzert

Neues Material gibt es aber trotzdem, und zwar in Form einer zweiten Disc. Diese enthält den Live-Auftritt von Slipknot im Madison Square Garden vom 05. Februar 2009 als Audio-Mitschnitt. Leiter ist die Ton-Abmischung schlecht und klingt eher nach einem mittelprächtigen Bootleg: Die Drums sind viel zu dominant, und Coreys Stimme ist zu leise und stellenweise nur schwer zu hören. Auf einer offiziellen Veröffentlichung hat dieser Mitschnitt in seiner jetzigen Form eigentlich nichts verloren.

Und wer schon ein Konzert aus dieser Slipknot-Ära hören will, sollte lieber zum Best-Of ANTENNAS TO HELL in der Limited Edition greifen, denn hier liegt das Konzert vom Download Festival 2009 bei. Die Tonqualität dieses Gigs ist nicht nur viel besser, auch ist die Tracklist nahezu identisch. Als Videoformat gibt es dieses Konzert im Rahmen der Live-Veröffentlichung (SIC)NESSES übrigens auch. Das aber nur am Rande.

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ALL HOPE IS GONE (10TH ANNIVERSARY EDITION): Tracklist

ALL HOPE IS GONE (10TH ANNIVERSARY EDITION)
ALL HOPE IS GONE (10TH ANNIVERSARY EDITION)

CD 1:

  1. .execute.
  2. Gematria (The Killing Name)
  3. Sulfur
  4. Psychosocial
  5. Dead Memories
  6. Vendetta
  7. Butcher’s Hook
  8. Gehenna
  9. This Cold Black
  10. Wherein Lies Continue
  11. Snuff
  12. All Hope Is Gone

CD 2:

  1. (sic)
  2. Eyeless
  3. Wait And Bleed
  4. Get This
  5. Before I Forget
  6. The Blister Exists
  7. Dead Memories
  8. Left Behind
  9. Disasterpiece
  10. Purity
  11. Everything Ends
  12. Psychosocial
  13. Duality
  14. People = Shit
  15. Spit It Out

Keine Retrospektive

Bei den „10th Anniversary Editions“ von SLIPKNOT UND IOWA gab es neben Musik auch noch eine DVD mit Dokus und weiteren Extras. So etwas fehlt bei ALL HOPE IS GONE leider gänzlich. Das ist unverständlich, denn genügend Material aus dieser Zeit gibt es allemal. Selbst wenn man nur die Musikvideos der Single-Auskopplungen von ‚Psychosocial‘, ‚Dead Memories‘, ‚Sulfur‘ und ‚Snuff‘ beigelegt hätte, wäre das ein schöner Bonus gewesen – selbst in der heutigen YouTube-Zeit. So aber wirkt die Jubiläumsausgabe einfach nur karg und lieblos zusammengeworfen.

Die Special Edition von 2008

Der endgültige Genickbruch ist aber zweifelsohne die damalige Special Edition von ALL HOPE IS GONE, die im Jahr 2008 erschien: Sie kommt in einem schmucken Digipak daher, hat drei Bonustracks und sogar eine über 30 Minuten lange Making Of-Doku auf DVD dabei. Für Fans ist diese Fassung weitaus besser und auch vollständiger.

Eigentlich sind Slipknot bekannt dafür, keine halben Sachen zu machen, aber bei ALL HOPE IS GONE (10TH ANNIVERSARY EDITION) muss man ernsthaft die Daseinsberechtigung infrage stellen. Noch nie zuvor gab es solch eine lieblose Veröffentlichung der Band. Schade eigentlich, denn genügend Material für eine würdige Jubiläumsausgabe würde eigentlich existieren. So scheint es, als ob man im Zuge der Weihnachtssaison 2018 die Fans noch mal schnell zur Kasse bitten möchte. Und solche Tricks haben Slipknot eigentlich nicht nötig.

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