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Slipknot: In guten wie in madigen Zeiten

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Das komplette Gespräch mit Corey Taylor von Slipknot findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-August-Ausgabe.

Wirklich zum Leben erwachen die Stücke von WE ARE NOT YOUR KIND erst durch die beklemmende Reise, die sie dank der Texte aus Taylors Feder unternehmen. Jener nahm die fertigen Kompositionen seiner Kollegen als Inspiration, seine damalige persönliche Krise darin auszudrücken und seine Emotionen in die musikalischen Hüllen zu betten.

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„Ich bin zu jener Zeit durch eine sehr dunkle Phase gegangen, habe echte körperliche Schmerzen gespürt, physisch manifestierte Depression“, schildert der Sänger in aller Offenheit. „Mir wurde klar, dass ich nicht am richtigen Ort war, dass ich da rausmusste – aber wie? Ich stand mit mir selbst im Konflikt darüber, wer ich in Zukunft sein wollte. Zum Glück gab es die Musik, in der ich aufgehen konnte. Meine Geschichte drückt sich in der Musik, den Songs und diesem Album aus.“

„Welch ein Headfuck“

Die Zeit im Studio beschreibt Taylor (einmal mehr) als kathartisch. Er fand sich selbst und seinen Schmerz in den Kompositionen seiner Kollegen wieder und schrieb sich die eigenen Gefühle von der Seele, um am Ende davon loszukommen. „Wie findet man sich selbst wieder, wenn man bereits zu wissen glaubte, wer man ist? Welch ein Headfuck – besonders, wenn um einen herum die Wände einstürzen und Menschen, die sich eigentlich um einen kümmern sollten, das am Ende doch nicht tun“, fasst der Dichter seine Gefühlswelten zusammen. „Das ist eine Höllengeschichte, doch ich bin froh, sie erzählen zu können. Hätte ich das nicht getan, hätte ich wohl den Verstand verloren.“

Obgleich nicht zur Sprache kommt, welche von Taylors jüngsten Lebenserfahrungen genau in den einzelnen Stücken stecken, atmet WE ARE NOT YOUR KIND Verrat, klingt nach Wut und immenser Verzweiflung darüber. „You’ve killed the saint in me“ und „I didn’t come so far to sink so low“ heißt es in ‘Unsainted’, „Death of the fool, birth of the cruel“ im Folgestück. Hass als Folge von Schmerz.

Die grundlegende Botschaft des Werks sei es, nach negativen, vielleicht sogar lebensbedrohlichen Erfahrungen weiterzumachen, um aus Pein wiedergeboren zu werden, berichtet der Vollblutkünstler. „Das Album handelt von Wiederauferstehung und dem Weitermachen, vom Zurückgewinnen der eigenen Fokussierung. Und davon, dass es nicht das Ende bedeuten muss, wenn die Sichtweise eines anderen Menschen auf dich dein eigenes Gefühl für dich selbst zu überschreiben droht. Sich da durchzukämpfen, war hart.“

Slipknot und die Botschaft der Abgrenzung

Die bereits zu Halloween 2018 veröffentlichte Vorab-Single ‘All Out Life’ beinhaltet zwar die Titelzeile und ist in diesem Sinn zweifellos mit WE ARE NOT YOUR KIND verknüpft, steht aber letztlich nicht auf dem Album. Den Musikern gefiel der Klang der Zeile, die bei Konzerten bereits eifrig mitskandiert wird. Zudem beinhaltet sie eine Botschaft der Abgrenzung, die persönliche, aber auch politische Dimensionen ansprechen kann.

Taylor zufolge passt das Stück jedoch nicht zu der Geschichte, die das Album in seiner Gesamtheit vermitteln möchte. „Diese ist viel dunkler und reicht bis ins Mark. Auch wenn am Ende der Platte eine Art Erlösung steht, wohnt ‘All Out Life’ eine viel positivere Einstellung inne. Uns erschien es besser, einem im Gesamtkontext passenderen Stück den Platz zu geben anstatt einen allseits bereits bekannten Song erneut zu veröffentlichen.“

Das komplette Gespräch mit Corey Taylor von Slipknot findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-August-Ausgabe.

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