The Hellacopters: „Unser Vermächtnis hat mich echt belastet.“

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Das komplette Interview mit Nicke Andersson von The Hellacopters findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Im Sommer 2016 habt ihr anlässlich des zwanzigsten Jubiläums von SUPERSHITTY TO THE MAX! beim Sweden Rock Festival ein Comeback in der Debütbesetzung gefeiert. Das ist sechs Jahre her und legt die Vermutung nahe, dass die Entscheidung, die Sache weiterzuführen und doch noch ein neues Studioalbum nachzulegen, keine einfache war, oder?

Nicke Andersson: Es ergab sich alles schrittweise. Für lange Zeit war ich derjenige, der eine Reunion ausgeschlossen hat. Wir hatten uns getrennt, um nicht mehr miteinander zu spielen, warum also sollte man das wieder rückgängig machen? Aber dann kamen immer wieder Angebote rein. So auch eines 2015 zum zwanzigsten Geburtstag des Debüts im darauffolgendem Jahr. Und das Geld war richtig gut. Das konnte jedoch nicht das einzige Kriterium sein, es sollte sich auch sonst richtig anfühlen. Und genau das tat es bei dieser Sweden Rock-Show.

Muffensausen

Es war ein gutes Gefühl zu sehen, dass uns das Publikum wirklich vermisst hat. Danach folgten weitere Festival-Offerten und irgendwann auch die Frage nach neuen Aufnahmen. Diesbezüglich war ich immer sehr reserviert, weil ich derjenige bin, der mit den ganzen Songs um die Ecke kommen muss. Robert war sofort Feuer und Flamme, aber ich hatte tatsächlich erstmals so etwas wie Muffensausen. Ich hatte vorher noch nie Druck verspürt, wenn es darum ging, Musik zu schreiben und aufzunehmen. Plötzlich musste man die langjährigen Fans und das eigene Vermächtnis mit in Betracht ziehen. Das hat mich echt belastet. Irgendwann sind wir es einfach angegangen, weil wir auch nicht auf ewig Festivalshows spielen und zur Nostalgie-Band verkommen wollten – wir sind älter, aber so alt auch noch nicht.

MH: Wann wurden die Ideen und Aufnahmen konkreter?

NA: Die Arbeit am neuen The Hellacopters-Album begann vor drei Jahren – was für mich eine sehr lange Zeit ist. Es gab viele verteilte kurze Sessions. Insgesamt war der Studioaufenthalt nicht länger als bei den anderen Alben, aber sehr gestückelt. Manch eine Session dauerte zwei Tage, aber dann brauchte es bis zur nächs­ten drei Monate. So arbeite ich eigentlich nicht gerne, denn auf diese Weise kommt man nie richtig rein. In der Zeit, in der dieses Album entstanden ist, habe ich jedenfalls gleich zwei Platten mit Lucifer gemacht! Nach einer Weile gelang es mir auch, mich selbst nicht mehr unter Druck zu setzen.

„Das neue Album ist ein weiteres Album.“

Ich konnte nicht ständig darüber nachdenken, was andere Leute von mir erwarten, sondern wollte das machen, was ich immer mache und mag. Nachdem ein, zwei Songs im Kasten waren, fühlte es sich in Ordnung an. Zu sehen, dass es nicht schlechter war als die Sachen, die wir zuvor gemacht haben, hat geholfen. Aus nostalgischen Gründen werden Leute immer eine bestimmte Verbindung mit einem früheren Album haben und es bevorzugen, weil es für sie mit einem bestimmten Punkt in ihrem Leben verknüpft ist – der erste Kuss vielleicht, oder was auch immer. Damit kann man nicht konkurrieren. Aber ich kann objektiv sagen, dass die neuen Sachen nicht schlechter sind als die davor. Ihr kennt mich, ich bin Musik-Fan.

Auch ich habe mir das neue Blue Öyster Cult-Album angehört. Ist es so gut wie die alten Sachen? Nein, aber es ist ziemlich gut. Zumindest nicht schlecht. Aber es ist auch kein neues SECRET TREATIES. Liegt das nun an mir oder den neuen Songs? Wahrscheinlich an beidem ein bisschen. Dieses Gefühl war das, wovor ich zunächst Angst hatte. Jede Band sagt immer, dass ihr aktuelles Album ihr bestes sei. Das sage ich nicht. Ich sage, das neue Album ist ein weiteres Album. Ein Album, das hoffentlich etwas hat, das die anderen nicht haben, und umgekehrt genauso.

Nicke Andersson spricht zudem über die personellen Unterschiede zu früher, Zuverlässigkeitsprobleme sowie Songs, die aus dem Rahmen fallen: Das komplette The Hellacopters-Interview findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe.

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