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Tim Burton: Diese fünf Filme solltet ihr kennen

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Gerade jetzt, da die Tage immer düsterer und kürzer werden und die Sonne immer seltener hervorblitzt, empfiehlt es sich, in die märchenhaft-schaurigen Welten von Tim Burton abzutauchen. Seine Handschrift ist unverkennbar; seine Filme heben sich deutlich von der übrigen Masse ab, genauso seine Figuren: Wie selbstverständlich stellt er aneckende, auffallende Außenseiter in den Mittelpunkt ihrer bizarren Welt. Auch Burton selbst stach bereits in seiner Jugend hervor: mit seinen Zeichenkünsten. Seinen ersten Film ‘The Island Of Doctor Agor’ (1971) drehte er mit gerade mal 13 Jahren, später förderte ihn Disney mit einem Stipendium. Daraufhin widmete sich Burton drei Jahre lang dem Studium der Trickfilmkunst. Burtons Erfahrungen spiegeln sich noch heute in seinen Filmen wieder. Im Folgenden fünf seiner besten.

Beetlejuice: Eine ungewöhnliche Perspektive

In seinem zweiten Spielfilm ‘Beetlejuice’ (1988) nahm Burton einen von der Filmindustrie häufig vernachlässigten und deshalb umso ungewöhnlicheren Blickwinkel ein: den der Außenseiter. Die Geisterhaus-Komödie handelt nämlich von Barbara und Adam Maitland, die bei einem Autounfall ums Leben kommen. Bis ihr Fall von der Behörde der Totenwelt bearbeitet werden kann, soll das junge Paar nun zwischen dem Dies- und Jenseits ausharren – als Gespenster in ihrem alten Haus. Dort zieht jedoch bald die dreiköpfige Familie Deetz ein und stört das gemächliche Leben der beiden Verstorbenen. Nur die Gothic-Tochter Lydia scheint sich mit den Maitlands zu verstehen. Um die Lebenden aus ihrem Zuhause zu vertreiben, engagieren Barbara und Adam den Poltergeist und Bio-Exorzisten Beetlejuice. Diesen verkörperte Michael Keaton, der auch in Tim Burtons ‘Batman’ und ‘Batmans Rückkehr’ die Hauptrolle übernahm.

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Edward mit den Scherenhänden: Unhandliche Hände

Neben Michael Keaton setzte Burton weitere Schauspielerinnen und Schauspieler wiederholt in seinen Filmen ein. Beispielsweise übernahm Helena Bonham Carter, mit der Burton verheiratet war und zwei Kinder hat, Rollen in den Werken ‘Planet der Affen’, ‘Big Fish’ und ‘Alice im Wunderland’. Auch Johnny Depp ist in zahlreichen Filmen von Burton zu sehen. Seinen ersten Auftritt hatte er in der fantastischen Tragikomödie ‘Edward mit den Scherenhänden’, die im Jahr 1990 erschien. Edward ist ein humanoides Wesen, dessen Schöpfer starb, bevor er mit menschlichen Händen ausgestattet werden konnte. Stattdessen hantiert Edward tagein, tagaus mit einer komplexen, ja, ziemlich unhandlichen Scherenkonstruktion umher. Als Peg Bogg ihn in ihr spießig-vorstädtisches Zuhause integriert, verliebt sich der zurückhaltende Sonderling in ihre Tochter, Kim.

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Batman & Batmans Rückkehr: Bizarr-düstere Hommage

Bevor der Blockbuster im Juni 1989 in die Kinos kam, waren die Straßen einer jeden Stadt mit dem gold-glänzenden Batman-Logo gepflastert. Bereits Monate vor der eigentlichen Veröffentlichung hämmerte die zuständige Marketing-Maschinerie bloß eine einzige Information in die Köpfe Vorbeigehender: das Release-Datum. Den Titel zum Film brauchte es gar nicht, schließlich wurden die USA längst von der „Batmania ’89“ überschwemmt. Ihr Plan ging auf und Burton feierte mit ‘Batman’ (1989) und dessen Nachfolger ‘Batmans Rückkehr’ (1992) seine monetär wohl größten Erfolge. Trotz des kommerziellen Trubels prägte Burton beide Filme getreu seiner ganz eigenen Handschrift: Batman findet sich in einem bizarr-düsteren Universum wieder, das an die frühen, viel unheimlicheren Comics des Rächers erinnert.

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Sleepy Hollow: Köpfender Kopfloser

„Ich wollte einen Kopflosen gegen einen Kopflastigen anreiten lassen. Das Bewusste gegen das Unbewusste. Den Verstand gegen die Sehnsucht. Eine extrem gerade Metaphorik, wie sie wohl nur im Horrorfilm vorkommt“, meinte Tim Burton in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Und tatsächlich: In ‘Sleepy Hollow’ ermittelt der Polizist Ichabod Crane (Johnny Depp) gegen einen köpfenden kopflosen Reiter (Christopher Walken). Der befindet sich nämlich auf der Suche nach seinem eigenen Haupt – und wird nicht ruhen, bis er es gefunden hat. Burtons bizarre Phantasiewelt basiert lose auf der Erzählung ‘Die Sage von der schläfrigen Schlucht’ von Washington Irving. Für seine atemberaubend atmosphärische Produktion wurde das Horrormärchen mit dem Oscar für das beste Szenenbild ausgezeichnet.

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Nightmare Before Christmas: Weihnachten mal anders

Neben all den Schauspielerinnen und Schauspielern, die zu Burtons Stammbesetzung gehören, zählt auch Danny Elfman zu seinen treuen Begleitern. Zu vielen Werken von Tim Burton komponierte Elfman schließlich die zugehörige Filmmusik. Dafür wurde er mehrfach ausgezeichnet. Auch zum Stop-Motion-Film ‘Nightmare Before Christmas’ steuerte Elfman die Musik bei. Sein Soundtrack begleitet die gruseligen Bewohner von Halloween Town bei ihrem Versuch, das diesjährige Weihnachtsfest an sich zu reißen. Dafür verpacken sie Geschenke, entführen den Weihnachtsmann und Jack, der Kürbiskönig, schlüpft sogar selbst in die Rolle des Rauschebarts. Werden sie das Fest zerstören?

Übrigens führte Tim Burton – entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben – nicht Regie, sondern arbeitete nur als Produzent am Film mit. Trotzdem hat das gruselige Musical einen Platz in dieser Liste verdient – nicht nur, weil Weihnachten vor der Tür steht.

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