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Wertschau: Paradise Lost

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Die komplette Paradise Lost-Wertschau findet ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2023, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Goldwert

GOTHIC (1991)

Das zweite der bahn­brechenden Alben von Paradise Lost hat das erste erst möglich gemacht, indem es den Jungs erlaubte, von ihrer Musik (mehr oder weniger) zu leben. Und natürlich hat auch hier ein Albumtitel ein Statement abgegeben: Was heute unter Death Doom gefühlt Hunderte Bands umtreibt, begann, als Greg Mackintosh beschloss, mit ein paar punktgenau eingesetzten eloquenten Streichern und etwas Frauengesang seiner Dead Can Dance-Obsession nachzugeben. Wenn man fair ist, war vieles von dem, was an GOTHIC damals so gefeiert wurde, schon auf dem Debüt LOST PARADISE angelegt. Neu war vor allem die herausragende Gitarrenarbeit – sozusagen die Geburtsstunde der Qualitäten, die Paradise Lost erfolgreich durch einen Großteil des neuen Jahrtausends geführt haben. Auch wenn die „Beauty & the Beast“-Ästhetik des Gesangs vor allem in den späteren Neunzigern sicher einflussreicher war. Ein Meilenstein der Metal-Geschichte!

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Liebenswert

DRACONIAN TIMES (1995)

Paradise Lost sind eine dieser Bands, deren Diskografie voll mit Albumpaaren ist: Immer, wenn etwas gut funktioniert hat, gab’s das (fast) Gleiche noch mal. DRACONIAN TIMES sollte, damals mit viel Zeitaufwand und Studio-Etat befeuert, den Erfolg von ICON ausbauen. Es hat ihn, darf man heute wohl sagen, bestätigt: Auch hier geht es mit ‘Enchantment’ und ‘Hallowed Land’ per Doppelschlag los, insgesamt ist das Album ein Paradebeispiel des Vorderladers – die zweite Hälfte ist nett, aber unspektakulärer. Zwischendrin ist dann spürbar die Hand des Kommerzes am walten: ‘The Last Time’ ist ein zu offensichtlicher Versuch, einen Singlehit zu schreiben. Wer die Band auf dem Höhepunkt ihrer Popularität hören will: Dies ist das Album dazu.

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ONE SECOND (1997)

Für viele Fans begann das Grauen mit diesem Album, mir persönlich hat es aber immer eine Menge bedeutet, weil es auf dem schmalen Grat zwischen Metal und Pop balanciert. Depeche Mode waren eine der Lieblings-Bands von Greg Mackintosh und Nick Holmes, die zu jenem Zeitpunkt die gesamte Kreativarbeit an sich gezogen hatten. Und das hört man an all den Versuchen, es hier besser zu machen als ‘The Last Time’: ‘One Second’, ‘Say Just Words’, ‘Soul Courageous’, ‘This Cold Life’ … Grandiose Songs, vielleicht eher Rock als Metal, voller emotionaler Tiefe und großer Melodien.

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Erwähnenswert

HOST (1999)

Allein das Cover sagt alles: Hier ist der Sünden­fall, der im Nachhinein törichte Versuch, mit kurzen Haaren in schwarzen Anzügen die Mainstream-Musikwelt aufzurollen – sozusagen als Reverse-Turnover, nachdem sich diese gerade mit Alternative Rock und Nu Metal angefreundet hatte. Der Großteil der mit ICON rekrutierten Fan-Scharen kotzte im Strahl und übersah dabei, dass das Songwriting eigentlich weiterhin hochklassig war, nur jetzt eben eher ohne Gitarren. ‘So Much Is Lost’ heißt der prophetische erste Song: Hier wurde eine Karriere (fast) verloren – den Song selbst haben sie noch 2022 auf ihrer „Obsidian“-Tour als Zugabe gespielt.

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Fundstück: Vampir-Special der 90er

  Die Neunziger waren eine – milde gesagt – sehr wilde Zeit für den Metal. Unheilige Fusionen aus Rap und metallischen Klängen, die Entstehung von unzähligen musikalischen Abspaltungen oder die schlimmsten den Menschen bekannten Outfits. Das alles gehört zu den Neunziger Jahren. Aber auch das wiederauferstandene Interesse an Vampiren. Zumindest sieht es danach aus, wenn man in die Januar-Ausgabe des METAL HAMMER im Jahr 1998 blickt. Der neue Vampirkult In der besagten Ausgabe widmete der damalige Chefredakteur Robert Müller nämlich ein ganzes Special den Blutsaugern. Oder, besser gesagt: Dem Pop-kulturellen Boom, den sie damals ausgelöst haben. Musikhistorisch gesehen sollte es…
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