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Mudvayne THE NEW GAME Review

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Mudvayne möchten mit uns zocken: THE NEW GAME mischt die Karten zwar nicht völlig neu, doch die Band hat sich auf ihrem vierten regulären Studioalbum ein paar neue Trümpfe zugeschustert. Dazu gehören vor allem die leiseren Momente, in denen Mudvayne die typisch bedrohlich-bedrückende Atmosphäre aufrecht erhalten, um dann das ganze Gebilde über uns zusammensacken zu lassen.

Der Vorgänger LOST AND FOUND (2005) deutete an, was nun auf THE NEW GAME offenbar wird – Mudvayne haben erst begonnen, all ihre künstlerischen Möglichkeiten zu erforschen. Natürlich ist THE NEW GAME weniger hart als das Debüt L.D.50 (2000), aber variabler. Die typischen Markenzeichen der Band sind immer noch vorhanden, nein, sie werden durch die melodischen Kontrastpunkte sogar geschärft: Dazu gehören weiter der fast schon funkige Bass, die Mantra-Rhythmik und die komplexen Songstrukturen, die Mudvayne von Beginn an in der New Metal-Szene einzigartig machten. Der hintere Teil (Lied sieben bis zehn) gehört zu dem Besten, was diese Band jemals geschrieben hat – von Balladen über White Zombie-Grooove bin zu Höhepunkten, die nicht ins Ohr gehen, sondern sich regelrecht reinfräsen.

Und: In Zeiten, in denen in Fanforen hitzig über Produktionen diskutiert wird – Dave Fortman hat nicht nur Slipknot (ALL HOPE IS GONE) zum Klang des Jahres verholfen, er zimmerte auch für THE NEW GAME ein brillantes Soundgewand, das zudem die eigentümliche Charakteristik Mudvaynes berücksichtigt. Im nächsten Jahr soll bereits der zweite Teil der Sessions als Album veröffentlicht werden – ich freu‘ mich auf den nächsten Stich!

Matthias Weckmann

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Dezember-Ausgabe des METAL HAMMER.


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