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Helloween: Im siebten Himmel

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Um das Innenleben des Kürbisses aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, unterhielten wir uns mit der ewigen Konstante Michael Weikath, dem in der Mittelphase zur Band gestoßenen Gitarristen Sascha Gerstner sowie Alt- und Neumitglied Kai Hansen über Genese und Ergebnis.

Teufelskreis und Vergebung

Um all das überhaupt erst zu ermöglichen, mussten viele Menschen vor wie hinter den Kulissen an etwas glauben, das lange Zeit in weiter Ferne lag. Die Wunden der Vergangenheit saßen schließlich tief: 1985 veröffentlichten Helloween – Sänger und Gitarrist Kai Hansen, Gitarrist Michael Weikath, Bassist Markus Grosskopf und Schlagzeuger Ingo Schwichtenberg – ihr stilprägendes Debüt WALLS OF JERICHO und heimsten damit erste Erfolge ein. Nach der Verpflichtung von Michael Kiske als Hauptsänger katapultierte ihr KEEPER-Doppelschlag die Band in noch höhere Sphären, provozierte aber auch Hansens Abschied sowie ein Zerwürfnis mit dem damaligen Label, das sich auch auf das folgende PINK BUBBLES GO APE (1991) auswirkte.

Nach dem umstrittenen CHAMELEON (1993) verließ Kiske aufgrund interner Streitigkeiten über den weiteren Kurs die Band; 1995 setzte der von psychischen Problemen geplagte Schwichtenberg seinem Leben ein Ende. Trotz aller Tiefschläge rappelten sich Helloween wieder auf und begannen mit Sänger Andi Deris und dem ­Comeback-Werk MASTER OF THE RINGS eine neue Ära. Einige Jahre darauf stießen nach weiteren Umstrukturierungen Gitarrist Sascha Gerster und später Schlagzeuger Daniel Löble zur Band. Die aktuelle Reunion vereint die seit 2005 ­konstanten modernen Helloween mit der Debütbesetzung.

Helloween im Teufelskreis

Die größte Hürde dafür war die Aussöhnung der damaligen Hauptstreithähne Weikath und Kiske. Der Gitarrist wollte den Sänger jahrelang anrufen, brachte aber nie recht den Mut dafür auf und wollte keinesfalls in einem unpassenden Moment stören. In solch einem – Getränke in beiden Händen und in verplanter Festival-Stimmung – befand er sich selbst, als sich die beiden 2013 beim Hellfest in Frankreich auf einmal im Backstage-Bereich gegenüberstanden. „Er wirkte sehr gesund – was mich froh stimmte, denn ich hatte über die Jahre von seinen Schwierigkeiten mit dem Magen gelesen. Ich ging hin und meinte zu ihm: ‚Ich weiß nicht, wie das damals alles gekommen ist, aber ich wollte nur die Band leiten.‘ Da war sonst niemand, der das hätte tun können“, erinnert sich Weikath, und argwöhnt, böse Magie sei im Spiel gewesen.

„Michi und ich waren damals in einen Teufelskreis geraten, aus dem wir nicht herauskamen. Wir können uns heute beide nicht erklären, wie das kam, doch es war ein Stillstand und ein Gegeneinander, man rannte gegen Wände. Irgendwie mussten wir weitermachen. Deshalb nahm ich mir heraus, eine Entscheidung zu treffen. Ich sagte nun also zu Michi: ‚Ich hoffe, dass ich dir alles erklären kann und du die Möglichkeit hast, mir zu vergeben.‘ Das hatte er nämlich zuvor in der Presse gesagt – er wüsste nicht, ob er mir je vergeben könne. Nun aber meinte er: ‚Ach, weißt du, ich habe mir so viele Gedanken gemacht, vielleicht habe ich dir längst vergeben.‘ Und das hat mir gereicht.“

Türen öffnen

Auch der mit Gamma Ray erfolgreiche Hansen verfolgte Helloweens Entwicklung noch eine Zeit lang weiter („PINK BUBBLES fand ich geil; von CHAMELEON war ich ein bisschen schockiert. Ich glaube, als Künstler durchläuft man immer Phasen, in denen man versucht, sich neu zu erfinden. Alle Bands unserer Liga hatten ihren Befreiungs­schlag. MASTER OF THE RINGS fand ich wieder sehr geil.“). Im Lauf der Jahre verlor er seine Konkurrenten zwar musikalisch aus den Augen, blieb aber mit den eins­tigen Kollegen in Kontakt. Mit Kiske verstand sich Hansen sowieso immer gut: Die beiden arbeiteten auf Soloalben des Sängers, bei Gamma Ray, Avantasia und schließlich Unisonic zusammen (bei denen auch der heutige Band-Manager Kosta Zafiriou sowie Co-Produzent Dennis Ward spielten).

Je häufiger sich die Wege der Musiker kreuzten, desto öfter wurde eine Reunion thematisiert. Die Gedankenspiele gipfelten in den von beiden Bands zusammen bestrittenen „Hellish Rock“-Tourneen 2007/08 und 2013. „Dort wurden noch mal Türen geöffnet. Wir hingen viel zusammen und mit dem Management herum und spielten am Ende diese gemeinsame Session, die entsprechend abgefeiert wurde. So bewegte sich das Ganze Stück für Stück in diese Richtung“, konkretisiert Hansen die letzten Schritte zur Reunion. Als schließlich beide Bands bereit waren, organisierte das Helloween-Management ein Treffen aller sieben Musiker für eine Bestandsaufnahme. „Dort trafen sich auch Michi und Andi zum ersten Mal. Man wusste nicht, was passieren würde, aber auch das gestaltete sich positiv“, berichtet Hansen.

Nägel mit Köpfen

„Alle waren Feuer und Flamme für die Idee. Es wurden auch Bedenken diskutiert, doch wir entschieden uns dazu, es auf uns zukommen zu lassen und Nägel mit Köpfen zu machen.“ Um mögliche weitere Schritte in Angriff zu nehmen, wollten Helloween das Ende der 2017 begonnenen „Pumpkins United“-Tournee abwarten. „Wir wussten nicht, ob wir uns nach zwei Wochen die Köpfe einschlagen und jeder den anderen hassen würde. Aber es hat zum Glück funktioniert. Gegen Ende der Tour war klar, dass Weitermachen eine Option ist und wir das Ganze mit einem Album unter­mauern könnten. Also haben wir angefangen, zu planen.“

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