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Horror im Heavy Metal: Eine unsterbliche Freundschaft

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Nervenkitzel

Viele, die gerne Heavy-Metal-Platten auflegen, fläzen sich außerdem mindestens genauso gerne abends aufs Sofa, um sich einen Horrorfilm anzusehen. Das enge Band zwischen beiden Genres scheint unübersehbar – und trotzdem blieb das Thema bislang zum Großteil unerforscht.

Also geht die Suche nach einer Erklärung weiter: Was sind eigentlich die Gemeinsamkeit? Was der Reiz? Heavy Metal ist manchmal unglaublich schnell, oft bemerkenswert düster, meistens außerordentlich laut. Im Vergleich: Normalerweise ist Horror schrecklich furchteinflößend, vielfach blutig, mitunter bedrohlich. Beide Genres haben mindestens eins gemeinsam: die Aufregung, die Extreme. Extreme Erlebnisse lösen in den meisten Fällen starke Emotionen aus. Emotionen, von denen viele nicht genug bekommen können.

Bassist Piggy D. von Rob Zombie.
Bassist Piggy D. von Rob Zombie.

Corey Taylor (Slipknot, Stone Sour) bestätigte an anderer Stelle: „Wenn Heavy Metal tatsächlich diesen dunklen Ort erreicht, fühlt man sich wirklich so, als sähe man einen Horrorfilm. Man erfährt dieselbe Aufregung. Deshalb lieben wir Fans beides so sehr.“

Psychologische Effekte

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Anders als einige Stimmen des Mainstreams öffentlich behaupten, bieten beide Genres aufgrund ihrer absoluten Rohheit, der schieren Gewalt und Extreme positive Effekte auf die psychische Gesundheit. Nach dem Sehen von Horrorfilmen sowie dem Hören von Heavy-Metal-Songs fühlen sich einige erleichtert und befreiter. Die Psychologin Dr. Jane McCartney bestätigt, dass Heavy Metal und Horror therapeutischen Wert haben können. Grund dafür könnte folgende Annahme sein, die zwar auf Aristoteles basiert, heute jedoch umstritten ist: Indem Emotionen ausgelebt, gar abreagiert werden, lassen sich innere Konflikte und Spannungen reduzieren. Der bindende Faktor, der die Freundschaft aufrechterhält, kann also sein: Katharsis.

Joey Foley Getty Images

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