Parkway Drive: Die Hörprobe von DARKER STILL

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Das komplette Studio-Interview mit Parkway Drive findet ihr in der METAL HAMMER-Augustausgabe 2022, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Die Hörprobe: DARKER STILL

VÖ: 9.9.

Ground Zero

Eröffnungshymne! Von Xylophon und zartem Gesang eingeleitet, geht es nach einer (auch besungenen) Explosion ab: laut, fett und mit einer Gitarrenmelodie, wie man sie auf Parkway Drives letzten Alben lieben gelernt hat. Durch die etwas zurückgefahrenen, aggressiven Strophen wirkt der aufputschende Refrain noch größer! Später motivieren schöne Punk-Chöre zum Mitsingen.

Like Napalm

Folgerichtig heißt es nach der Explosion: „Burn it all away!“ Quakende Gitarren sorgen für 2000er-Machine Head-Vibe, während ein zackiger Rhythmus Antrieb verleiht. In den Strophen folgt die Gitarrenmelodie dem Gesang, der Refrain reißt mit inbrünstigem Brüllen und Alarmsirenengitarre mit.

Glitch

Introvertierter als die feurigen vorherigen Songs kommt die erste Single aus dem Schatten angeschlichen, bevor sie dick über den Acker stampft und erst zum Refrain gewaltig ins Rollen kommt. Sprechgesang ergänzt den klagenden Chorus und verschafft der Nummer einen psychotischen, alptraumhaften Dreh. Nach dem wütend anzählenden C-Part („Let me out!“) bricht geordnete Brutalität aus.

The Greatest Fear

Sakrale Frauenchöre gehen über in eine Epochales versprechende, düster singende Gitarrenmelodie, bevor besonders tief gepresste Growls den dicken Groover bestimmen. Erzählerische Spoken Word-Einwürfe („The king of nevermore“), der mehrstimmige Refrain und ein Orgelzwischenteil wirken fast märchenhaft-mystisch. Schön auch: das leidenschaftliche Rock’n’Roll-Solo und der übermächtig-fette Breakdown.

Kollabierende Wall Of Death

Darker Still

Melancholisches Pfeifen und eine Akustikgitarre sorgen für Wildwest- oder Outback-Flair. Balladesker, aber rauer Klargesang zaubert Gänsehaut. Herrliche Classic Rock-Gitarrensoli bewegen und lassen zur Luftgitarre greifen, während der Song an Intensität und ab der Hälfte auch Brutalität zunimmt, um nach dem dramatischen Metalcore-trifft-Chor-Finale zusammenzubrechen.

Imperial Heretic

Gitarrenmelodie und Chor erinnern sofort an ‘Wild Eyes’, obwohl der Song eine andere, weniger wilde Richtung einschlägt. Rockt kraftvoll, melodisch, aber aggressiv voran. Gangshouts unterstützen Winston. Der Refrain sticht etwas weniger hervor. Wirkt nach dem vorherigen Bombast schön knackig.

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If A God Can Bleed

Aufs Minimum reduziertes, leicht elektronisches Kleinod. Funktioniert ähnlich wie ‘Cemetery Bloom’ vom Vorgängeralbum und schafft durch dunklen Sprechgesang, Pianobegleitung, hypnotischen Rhythmus und Schmähgesang erneut Wildwest-Atmosphäre. Direkter Übergang zu:

Soul Bleach

Vom ersten Schrei an heftig, wütend und drückend: Nu Metal-Wahn dient als Schmiermittel für den Pit! Stakkato-Riffs und „Kill! Kill!“-Rufe lassen aufspringen, im Zwischenteil baut sich vor dem innerem Auge eine Wall Of Death auf – und kollabiert gleich mehrfach. Schnellste und härteste Nummer des Albums!

Stranger

Keine Minute dauert das Zwischenstück, das an In Flames’ ‘Jester’s Door’ erinnert: Reduziert auf verrauschte Funknachrichten, atmosphärische Störungen und düstere Streicher herrscht postapokalyptische Stimmung, die hinüberträgt zu:

Parkway Drive

Parkway Drive vs Rammstein

Land Of The Lost

Groß, alarmistisch und mit schwerem Groove stehen apokalyptische Atmosphäre und Kampfgeist im Fokus. Nach Spoken Word-Strophen leitet eine hymnische Bridge mit „Yeah“-Gangshouts (hat da jemand Rammsteins ‘Du hast’ gehört?) über zum Pit-umgrabenden Refrain: „Keep digging!“

From The Heart Of Darkness

Indigen klingende „Ahu!“-Rufe und angekotzter Gesang treffen auf metertief gelegte, fette Gitarren, die wissen, wann zu schweigen ist, um folgend noch mal Schwung zu holen. Dramatische Orchestrierung und brutale Growls ergänzen sich vortrefflich. Nach dem retardierenden Mittelteil lodern mit dem zornigen „Fury be my victory!“ Pyros im Kopf.

Fazit: Parkway Drive setzen auf geordnete Brutalität: Mega-melodisch, dabei auffallend düster; selten rasend, aber jederzeit hart und fett wie ein Walross. Hängt diese Band ans Stromnetz, und jeder Energienotstand gehört der Vergangenheit an!

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(c) Parkway Drive
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Arch Enemy: Philosophen der Apokalypse

Um sowohl die Bandbreite des Albums als auch die Vielfalt von Arch Enemy zu erfassen, höre man nur ‘Poisoned Arrow’, ihre zweite Power-Ballade, die abgerundeter und schlüssiger klingt als ihr geistiger Vorgänger ‘Reason To Believe’, und ‘Deceiver, Deceiver’, den hardcore-punkig-rockenden sowie metallisch-bebenden Quasi-Titel-Track. Was die beiden musikalisch so unterschiedlichen Songs verbindet (neben dem beschriebenen, allgegenwärtigen Arch Enemy-Faktor), sind die Texte: Beide Stücke spielen auf einer sehr persönlichen, zwischenmenschlichen Ebene, beschäftigen sich mit dem, was man heute toxische Beziehungen nennt, mit missbrauchtem Vertrauen und Enttäuschung. "Ähnliche Ansätze hatten wir schon in ‘No More Regrets’ und ‘Never Forgive, Never Forget’ (beide auf…
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