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Brody Dalle Diploid Love

Alternative, Caroline/Universal 9 Songs / VÖ: 25.04.2014

5.0/ 7
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Mit dem Band-Projekt Spinnerette hatte die ehemalige The Distillers-Frontkämpferin sicher ein paar alte Anhänger vor den Kopf gestoßen: Überraschend melodisch versöhnlich, ja, gar tanzbar und süffig fiel das erste musikalische Lebenszeichen nach ihrer stürmischen Punk-Phase aus.

DIPLOID LOVE, das wahre Solodebüt, bedient sich zwar auch noch des vergleichbar geschliffeneren Songwritings, fällt in der Inszenierung jedoch deutlich kantiger aus. Abermals von Queens Of The Stone Age-Spezi Alain Johannes produziert, setzt Brody brüsk auf harsch hämmernden, elektronischen Hintergrund-Noise und Verfremdungseffekte, auch wenn die Songs im gesanglichen Vordergrund immer noch gefällig bleiben.

So schlägt der Opener ‘Rat Race’ den Bogen von burschikosem Rock zu Blondie-Attitüde. Oder kontrastiert ‘Underworld’ Rasiermesser-Riffs mit rostigen Mariachi-Trompeten, während Dalle dazu ihre beste kaputte Gwen Stefani gibt. ‘Dressed In Dreams’ wiederum klingt wie von Trent Reznor durch den Reißwolf gedrehte Joshua Tree-Impressionen; ‘Carry On’ dekonstruiert seinen Pop-Charakter mit Beats aus der Plucker-Disco und angedeuteten Mike Garson-Piano-Querläufern.

Und für ‘Meet The Foetus/Oh The Joy’ bilden die eigens geladenen Gesangs-Gang-Schwestern Shirley Manson (Garbage) und Emily Kokal (Warpaint) den Background-Chor für einen The Jesus And Mary Chain-/The Breeders-Bastard. Josh Homme darf stolz auf den Querkopf seiner musikalisch rechtmäßig Angetrauten sein.

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