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Draugnim Horizons Low

Melodic Black Metal, Spikefarm/Soulfood 7 Songs / 50:01 Min. / VÖ: 05.11.2010

5.0/ 7
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Foto: Spikefarm/Soulfood

Ziemlich genau zwei Jahre nach ihrem Debüt NORTHWIND’S IRE legen Draugnim HORIZONS LOW nach. Dass sich dahinter keine Anfänger verbergen, sondern die Band (in verschiedenen Besetzungen) schon seit über zehn Jahren existiert, hört man sofort. Draugnim fackeln nicht lange, sondern legen geradeaus los.

Viel Mid-Tempo, viel Doublebass, viel Krächzen, dabei ganz viel Melodie. Schöner Melodic Black Metal ohne zu viele Schnörkel. Aber die wenigen Schnörkel machen es dann aus. Denn Draugnim setzen auf Viking-Einflüsse, ohne zu sehr auf der langsam völlig nieder geranzten Pagan-Schiene zu fahren. Die Finnen picken sich nur die Elemente heraus, die sie für ihre wuchtigen Songs benötigen, und das sind vor allem die epischen, heroischen in der richtigen Dosierung.

So schleichen sich in ‘Last Of The Kin’ und ‘Cursed The One’ auch einige Amon Amarth-Referenzen ein, und das doomige ‘The Weeper’s Way’ erinnert deutlich mehr an Bathory als an Spielkinder in Wikinger-Kostümen. In jedem Fall bewegen sich Draugnim mit HORIZONS LOW deutlich näher am Black- als am Viking Metal, machen ihre Sache aber vor allen Dingen sehr gut! Schade nur, dass die Produktion stellenweise zu sehr scheppert, was dem Hörspaß aber keinen Abbruch tut. Mit ein wenig Glück dürfte man von Draugnim noch einiges zu hören bekommen.


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