Nein, nein – ich kann es mir einfach nicht verkneifen. Selbst bei Durchlauf acht verformt sich meine Futterluke zu einem breiten Grinsen. Die Fallhöhe zwischen noisigen Metalcore-Passagen und billigen Gameboy-Geräuschen (Pong, jemand?) ist dermaßen hoch, dass man immer meint, Horse The Band möchten einen auf den Arm nehmen.
Spätestens wenn die Synthesizer die Soli übernehmen wie im Hit ‘Murder’, ist man sich sicher, dass dieses Quartett aus Kalifornien definitiv einen an der Mütze hat. Umso erstaunlicher, dass diese exzentrische Mischung nicht nervt, sondern bestens unterhält. Das liegt vor allem an den interessanten Wendungen, die Horse The Band konstant aus den Ärmeln schütteln.
Klar – wer auf AOR und solides Handwerk steht, kriegt hier einen Kotzkrampf. Wer aber im Kielwasser von Faith No More und Mr. Bungle nach dem nächsten großen Fisch im Kreativteich sucht, wird mit A NATURAL DEATH gut bedient. Der Gaul ist schwer zu zähmen, bleibt aber dann ein treuer Weggefährte.
MATTHIAS WECKMANN
(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER August-Ausgabe!)
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