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Insomnium HEART LIKE A GRAVE

Melodic Death Metal, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 4.10.)

6/ 7
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Unseren METAL HAMMER-Sound­check konnten Insomnium – anders als mit SHADOWS OF THE DYING SUN (2014) – diesmal zwar nicht gewinnen, einen Platz ganz weit vorne im Herzen nimmt HEART LIKE A GRAVE jedoch allemal ein. Nach ihrem 40-minütigen Ein-Song-Ausnahmewerk WINTER’S GATE (2016) kehren die um Gitarrist Jani Liimatainen (The Dark Element, Ex-Sonata Arctica) erweiterten Meister des Melodic Death Metal auf ihrem achten Werk zum klassischen Song-Prinzip zurück. Insomnium brillieren einmal mehr darin, den Geist gen ferne Weiten und Landschaften zu treiben, stets umherwandelnd, zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

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Erhabener als ‘Pale Morning Star’ kann ein Stück kaum ausklingen, schöner als ‘And Bells They Toll’ nicht beginnen. Daraufhin löst sich ‘The Offering’ durch treibende Härte von der vorherrschend melancholischen Grundstimmung, ohne auf die für die Finnen typischen sanften Momente zu verzichten; wie Sonnenstrahlen, die den wolkenverhangenen Himmel durchbrechen. Selbstverständlich bietet HEART LIKE A GRAVE auch genügend Gelegenheit, den Kopf kreisen sowie das Haar wehen zu lassen (etwa ‘Mute Is My Sorrow’) und all die Erhabenheit, die Insomnium par excellence verkörpern, einzusaugen.

Durch ihre instrumentale Klasse gepaart mit Niilo Sevänens stimmlicher Intensität fordern Insomnium zum Innehalten; zwingen die Welt, sich ein klein wenig langsamer zu drehen und erlauben es, die Gedanken ziehen zu lassen, wohin auch immer dem Hörer genehm ist. Trotz einer Spielzeit von knapp über einer Stunde erscheint HEART LIKE A GRAVE aufgrund seiner Spannung generierenden Dramaturgie zu keinem Zeitpunkt langatmig: Handwerklich ganz groß, und aus jedem Blickwinkel wunderschön!

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