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Autopsy Torniquets, Hacksaws and Graves

Death Metal, Peaceville/Edel 12 Songs / VÖ: 25.04.2014

6.0/ 7
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Zehn Monate nach THE HEADLESS RITUAL schon wieder ein neues Autopsy-Album. Und was passiert? Die einen können’s kaum erwarten, die anderen behaupten, das ginge alles viel zu schnell – oder sind es immer dieselben, die ihr Maul aufreißen?

Na ja. Hauptsache, es wird gejammert, anstatt sich einfach nur zu freuen, dass der altschulige Death Metal-Koloss in seinem klassischen Typikus zwölf neue Songs aufblättert. Sieht man über das etwas detailarme Cover und den gähnigen Albumtitel hinweg, wird man von klassischem Autopsy-Leichenschmusekurs empfangen: Leicht hektisch-speedige, thrash-angehauchte, punkig-treibende Gore Death-Kracher wie auch extrem räudige, bedrohliche, verdoomte Stimmungsverdunkler (‘Burial’) – stets überlagert vom rauen, unverkennbaren Reifert-Growling (wunderbar vollmundig in ‘Forever Hungry’ oder ausufernd in ‘Deep Crimson Dreaming’) beziehungsweise einzigartiger Sprech-Erzählweise, die auch auf TOURNIQUETS, HACKSAWS AND GRAVES wieder gehäuft anzutreffen ist.

Autopsy packen wirklich alles aus, was zu ihren Trademarks gehört, und natürlich gibt es auch faulige Füllsel, wie etwa das übelst langweilige ‘The Howling Dead’ (schade um den tollen Song-Titel) und in gewisser Weise auch ‘Autopsy’, von dem man etwas mehr hätte erwarten können.

Aber im Großen und Ganzen ist auch dieses Album Autopsy pur, mit all den ergreifenden Boshaftigkeiten, die ursprünglicher und authentischer Death Metal zu transportieren in der Lage ist.

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