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Kamelot Haven

Symphonic Metal, Napalm/Universal 13 Songs/ VÖ: 8.5.

6.0/ 7
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Mit SILVERTHORN feierte Tommy Karevik einen überraschend starken Einstand in König Artus’ Hofstahlschmiede. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Goldkehlchen in die Fußstapfen eines gewissen Roy Khan treten musste.

Derart gerüstet, kann Kapellmeister Thomas Youngblood nun sein nächstes Kunststück angehen: Ein Werk, das mit zusätzlichen modernen Fragmenten die Emotionalität scheinbar längst vergangener Tage heraufbeschwört. Was für Kamelot-Fans auf den ersten Blick wie Promo-Säbelrasseln klingt, entpuppt sich spätestens nach dem ersten HAVEN-Durchgang als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. So gleicht bereits das ohrwurmartige Eröffnungstrio ‘Fallen Star’/ ‘Insomnia’/ ‘Citizen Zero’ einem gefühlten Trip in selige EPICA-Zeiten, während Gassenhauer wie ‘Forever’ (‘Veil Of Elysium’) oder ‘Abandoned’ (‘Here To Fall’) ein paar zeitgemäß ausgestattete Geschwisterchen zur Seite gestellt bekommen.

Ebenfalls im düster verzierten Fokus: Zwei facettenreiche Duette mit Charlotte Wessels und Alissa White-Gluz, die nicht nur zu den Sahnehäubchen des Silberlings zählen, sondern gleichzeitig die dazugehörigen Härtepole darstellen. Eine etwas schnellere Entscheidungshilfe gefällig? In diesem Fall sollte bereits der Genuss des progressiven Albumherzstücks ‘Liar Liar (Wasteland Monarchy)’ als Kauf­argument für das Referenzwerk der Post-BLACK HALO-Ära ausreichen.

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