Kritik zu Tremonti Cauterize

Tremonti Cauterize

Fret 12/RTD 10 Songs/ VÖ: 5.6.

5.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Dass Mark Tremonti, seines Zeichens Gitarrist der US-amerikanischen Rock-Bands Creed (liegt mittlerweile auf Eis) und Alter Bridge, im Zuge seiner Solokarriere gerne etwas härtere Saiten aufzieht, beweist bereits sein gelungenes Heavy Rock-Debüt ALL I WAS (2012).

Auch auf seinem Zweitling CAUTERIZE bleibt der 41-Jährige diesem Leitfaden treu – die zehn neuen Stücke rocken und riffen über weite Strecken mitreißend wie auch ambitioniert und stellen unter Beweis, dass Tremonti mit Alter Bridge noch längst nicht am Ende seiner Kreativität angelangt ist – auch wenn der ein oder andere Track durchaus an Strukturen seiner softeren Haupt-Band erinnert, nur eben mit harten Riffs unterlegt ist (‘Dark Trip’, ‘Sympathy’).

Und deren Bandbreite ist zugegebener­maßen enorm: Verspielt bollernde Stücke wie der Opener ‘Radical Change’ (als Anspieltipp geeignet), nostalgisch dahinrollende Schwergewichte (‘Flying Monkeys’) und drückende Brecher (‘Arm Yourself’, ‘Providence’) darf CAUTERIZE ebenso sein Eigen nennen wie nostalgisch bluesige und groovende Elemente, die so lange eine Rolle spielen, bis schwere Riffs erneut über sie herein­brechen (‘Cauterize’, ‘Tie The Noose’). Speziell beim sehr gelungenen Titel-Track, der gleichzeitig den unbestrittenen Höhepunkt des Albums markiert, zeigt sich erneut, welch versierter Songwriter und Sänger in Tremonti steckt.

Schade, dass er dieses Niveau nicht über das gesamte Album hinweg beibehalten kann – doch grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass der Musiker mit seinem Soloprojekt auch die härter gesinnte Metal-Welt an seinem Talent teilhaben lässt.

Rund 100 aktuelle Reviews findet ihr in unserer Juni-Ausgabe.

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 5,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 06/15“ und eurer Adresse an einzelheft@metal-hammer.de schicken.
Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Raging Speedhorn :: LOST RITUAL

Stepfather Fred :: DUMMIES, DOLLS & MASTERS

Tremonti :: Dust


ÄHNLICHE ARTIKEL

Mark Tremonti singt Sinatra-Songs für guten Zweck

Mark Tremonti hat ein ungewöhnliches Projekt umgesetzt. Zugunsten der National Down-Syndrome Society hat er eine Platte mit Sinatra-Klassikern eingesungen.

Die Metal-Alben der Woche vom 24.09. mit Paradox, Tremonti, Rivers Of Nihil u.a.

Die wichtigsten Metal-Neuerscheinungen der Woche vom 24.09. in der Übersicht – diesmal mit unter anderem We Butter The Bread With Butter und Unto Others.

Verlosung: Werde Guitar Tech bei einem Tremonti-Konzert!

Tremonti werden mit ihrem aktuellen Album A DYING MACHINE auf Welttournee gehen, darunter auch als Sommer-Support von Iron Maiden. Wir verlosen ein ganz besonderes Konzerterlebnis.

teilen
twittern
mailen
teilen
Das Ende des Crossover-Booms: Diese Nu-Metal-Bands müsst ihr kennen

Bereits in den 80er-Jahren kreuzten dreckige Punks fröhlich Schrammel-Gitarren mit Jazz- und Country-Elementen. Kurz blicken wir auf die Geburtsstunde des Crossover. Das Genre, das Rage Against The Machine und Body Count gebären soll, entwickelte sich schnell weiter. Fast ein komplettes Jahrzehnt später bewegte sich die junge Szene rasant auf einen regelrechten Boom zu – eine Flut an Crossover-Formationen schoss aus den Proberäumen. Bands wie die Red Hot Chili Peppers und Faith No More experimentierten schon seit ihrer Gründung mit stark unterschiedlichen Genres und verschmolzen Hardcore mit Artrock und Funk. Nach jahrelangen Proberaum-Sessions, Demo-Aufnahmen und Gigs in versifften besetzten Häusern feierten viele Crossover-Bands…
Weiterlesen
Zur Startseite