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Scorpions: „METAL HAMMER war immer ein starker Verbündeter“

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METAL HAMMER: Ihr beiden ziert das Cover der dritten METAL HAMMER-Ausgabe. Habt ihr das als damals als Zeichen gewertet, dass Hard Rock und Metal auch in Deutschland einen anderen Stellenwert erlangen würde?

Klaus Meine: Ja, da wusste man dann, dass sich unser internationaler Erfolg auch bis nach Deutschland herumgesprochen hatte. (grinst) Wenn der METAL HAMMER uns aufs Cover nimmt, war das schon was Besonderes. Wann war noch mal diese Show in Dortmund, wo wir mit Judas Priest und Iron Maiden gespielt haben? 1983, ‘Rockpop in Concert’. Das war nicht nur für den METAL HAMMER, sondern viele eine Initialzündung für die harte Musik. Damals dominierte ja auch viel die Neue Deutsche Welle. Wir waren hingegen die erste deutsche Band, die in Japan und in den USA für deutschen Metal gestanden hat. Dass das zu Hause dann auch so wahrgenommen wurde, war cool und ein schöner Schritt nach vorne.

METAL HAMMER-Autor Frank Thießies spricht im Podcast mit Klaus Meine und Rudolf Schenker von den Scorpions über ihre Vergangenheit mit dem Magazin und wie ihnen METAL HAMMER durch die schwierige Zeit der Neuen Deutsche Welle geholfen hat.

Anderer Planet

MH: Im damaligen METAL HAMMER stichelst du gegen die Neue Deutsche Welle, die „nun hoffentlich abgeebbt“ sei. Stand harter Rock damals derart unter der Knute?

KM: Ich erinnere mich an irgendeine Postille, in der geschrieben stand, ob Klaus Meine wohl der letzte deutsche Sänger sei, der Englisch singt. Zeitgleich haben wir mehrfach den Madison Square Garden ausverkauft. Zu Hause fühlte es sich für uns teilweise an wie auf einem anderen Planeten. NDW war hier ein großes Ding, aber wir waren in Amerika und auf dem Planeten Rock unterwegs. Wir fühlten uns in Deutschland etwas unverstanden. Wer weiß, wo das geendet wäre, wenn es euch nicht gegeben hätte. Zusammen mit dem METAL HAMMER haben wir die Fahne für die Fans hochgehalten. Ihr wart immer ein starker Verbündeter.

Rudolf Schenker: Die Mitarbeiter waren auch immer sehr angenehm. Irgendwie passte die Chemie gut und wir haben immer gerne Interviews zusammen gemacht.

KM: Edgar Klüsener ist hier zu nennen, oder auch Christof Leim. Das hat immer Spaß gemacht, wenn die unterwegs aufschlugen oder man uns auf Tour oder sonstwo besucht hat.

MH: Gab es auch negative Erfahrungen? Also Kritik, die ihr als ungerecht empfunden habt?

KM: Es ist normal, dass wenn man ein neues Album herausbringt, nicht unbedingt die ganze Welt „Hurra“ schreit. Man muss sich der Kritik stellen. Ganz deutlich wurde das mit dem Megaerfolg von ‘Wind Of Change’. Da ist die Hard-und-Heavy-Basis zusammengezuckt. Heute sehen sie das vermutlich auch ein bisschen anders. Noch mehr Kritik, glaube ich, gab es mit dem Album EYE TO EYE. Ende der Neunziger war die Metal-Community den Scorpions gegenüber sehr kritisch eigestellt. Das Vertrauen und die Liebe der Metal-Fans mussten wir uns in den Nullerjahren erst wieder zurückerarbeiten.

Keine Konkurrenz

MH: Wir sprachen bereits über die Pionier- und Botschafterrolle der Scorpions für harte Musik aus Deutschland. Accept kamen nach euch, waren aber sogar eine Ausgabe früher als ihr unsere Titelhelden. Gab es zwischen euch jemals Konkurrenzdenken?

RS: Sie waren für uns wie Brüder und sind alles sehr angenehme Leute, Wolf Hoffmann und Peter Baltes. Keiner von denen war so abgehoben zu denken, dass sie jetzt die Scorpions kaltmachen würden. Wir haben ihnen alles Gute gewünscht. Dazu kam, dass sie sich ja später auch noch den Dierks als Produzenten geholt haben …

KM: Udo Dirkschneider ist so ein geiler Typ. Ich habe neulich noch ein Zitat von ihm gelesen, in dem er sagt, dass sie nur ein Ziel hatten: nicht so balladig wie die Scorpions zu klingen. Das hat dann wohl auch ganz gut geklappt, Udo.

Weitere Infos und Hintergründe zum 40. Jubiläum von LOVE AT FIRST STING sowie die Pläne der Scorpions diesbezüglich lest ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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