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Anathema We’re Here Because We’re Here

Progressive Metal, K Scope (Edel) 10 Songs / 04.06.2010

5.0/ 7
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Foto: K Scope (Edel)

Warum sie hier sind, ist ziemlich egal. Hauptsache, sie sind überhaupt wieder da! Sieben Jahre sind seit dem letzten Album A NATURAL DISASTER vergangen. Sieben Jahre, in denen Anathema nicht nur ihren Platz in der Musikindustrie neu gesucht haben, sondern auch ihre Definition als Band. Sogar eine Namensänderung stand zur Debatte, letztlich haben die Jungs aus Liverpool sich klugerweise entschieden, weiter als Anathema zu firmieren – selbst wenn WE’RE HERE BECAUSE WE’RE HERE musikalisch mit ihrem Frühwerk rein gar nichts mehr zu tun hat.

Doch auch wenn A NATURAL DISASTER schon einige Jahre auf dem Buckel hat, taugt es als Brückenpfeiler für das, was Anathema in den neuen Songs aufspannen. Die Düsternis ihrer Jugend tragen sie nun in Form einer delikater denn je inszenierten Melancholie in sich. Diese wird immer wieder (vor allem zu Beginn der Songs) tief in die Klangtextur eingewebt, um dann in den oft aus der Stille in machtvolle Refrains hinüber gleitenden Songs positiv überhöht zu werden.

Anathema 2010 sind elegant wie nie zuvor, manchmal vielleicht ein wenig zu verspielt, zu sehr um den heißen Brei der ergreifenden Melodie herum dudelnd. Aber vor allem die wunderschön verdichtete Emotionalität (toll in ‘Thin Air’ und dem zerbrechlichen ‘Dreaming Light’) macht diese CD zum Gewinner. Und: Live wird das hier.


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Bilder aus der Herbstdepression bei: Anathema

6.11., Bochum: Christuskirche

Bilder aus dem Pit bei: Annihilator + Harlott

07.11.2015: Bochum, Zeche

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