Deicide TILL DEATH DO US PART Review

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Es ist bemerkenswert, dass Deicides Musik immer besser wird, während die Band von einer Krise in die nächste schlittert. Mittlerweile ist die Stammbesetzung zum Trio geschrumpft, wobei nun Schlagzeuger und Hauptsongschreiber Steve Asheim auch zum Redelsführer aufgestiegen ist und die Band nach Außen repräsentiert.

Es scheint, als wäre ihnen mit TILL DEATH DO US PART eine furiose Neuinterpretation ihres klassischen Florida-Death-Metal-Sounds gelungen: chaotisch im Detail, episch in der Melodieführung, schonungslos bei der Härte – eine konsequente Fortführung der Tugenden, die den Vorgänger THE STENCH OF REDEMPTION auszeichneten, kombiniert mit der rohen Energie von LEGION. Inhaltlich ist alles beim Alten im Staat Satanistan, und dass die limitierte Erstauflage der CD mit einem „Glen Benton For President“-Patch kommt, nehme ich mal als Hoffnungsschimmer, dass Mr. Kirchenfeind Glen Benton auf seine alten Tage Sinn für Humor bekommen hat.

Wünschenswert wäre es, damit eine der konditionsstärksten Bands der ursprünglichen US-Death-Metal-Schule endlich nicht mehr als Abziehbild antichristlicher Klischees, sondern als die musikalische Kraft, die sie ist, wahrgenommen wird.

Robert Müller

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Mai-Ausgabe!)


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