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Gorod PROCESS OF A NEW DECLINE Review

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Frankreichs extreme Szene ist nach wie vor gut in Schuss. Das Schöne daran ist, dass nicht nur Liebhaber moderner Extreme Metal-Kunst versorgt werden, sondern auch Freunde der alten Death Metal-Schule in den Genuss toller neuer Scheiben kommen.

Eines der jüngeren Blutfeste wurde auf den Titel PROCESS OF A NEW DECLINE getauft und stammt aus dem Hause Gorod. In den 49 Minuten, die nach dem Drücken der Play-Taste aus den Boxen schallen, liefern uns die fünf Franzosen zum einen genügend Beweise für größtenteils vorbildlich gemachte Hausaufgaben, zum anderen ein daraus resultierendes, heftiges Death Metal-Brett, dessen durchweg hoher Songwriting-Standard ins Ohr sticht.

Ein paar weitere Infos klären die Sicht noch etwas mehr: Gorod hießen bis vor dieser Scheibe Gorgasm (ja, genau die, die mit NEUROTRIPSICKS vor einigen Jahren ein fabelhaftes Debüt hingelegt haben). Aufgrund akuter Verwechslungsgefahr mit den gleichnamigen amerikanischen Brüdern im Geiste erscheint der Namenswechsel sinnvoll.

Aber zurück zur Mucke: Tiefe Growls, herrlich vertrackte Gitarren- und Bass-Orgasmen sowie ein Schlagzeug, das zwischen Snare-Orgien und stampfendem Donnerhall wechselt, verleihen PROCESS OF A NEW DECLINE einen prägnanten und stets spannenden Anstrich.

Gorod wechseln spielend zwischen filigran-progressiven Death Metal-Stücken, die an leicht jazzig angehauchte Vorbilder erinnern, und schweren Schädelspalter-Geschützen, bei denen die Nackenwirbelbeanspruchung wesentlich höher ist. Starke, spielerisch absolut erstklassige Scheibe, die mit der Zeit noch ein ganzes Stück weiter wächst.

Marcel Rudoletzky

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


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