Maledetto Balotelli! Beim Spiel gegen Italien hätte ich den ZDF-EM-Song ‘Burn It Down’ von Linkin Park liebend gern in die Realität umgesetzt… Verabschieden wir uns von dem Gedanken, dass Linkin Park noch einmal die Komfortzone verlassen und zu ihren Anfängen zurückkehren werden – wenigstens haben sie ihren Gitarristen auf LIVING THINGS wiedergefunden. Brad Delson darf jetzt fallweise wieder Akkorde schrammeln, anstatt wie beim letzten Album A THOUSAND SUNS den steinernen Gast zu geben. Dementsprechend beinhaltet die mittlerweile fünfte Platte des Sextetts wieder etwas mehr Dampf, greift aber auch beispielsweise aktuell angesagte Trends wie Dubstep-Passagen auf. Und das macht bei einer zeitgeistigen Band wie Linkin Park durchaus Sinn. Es ist alles extrem geschmeidig, neumodisch, leicht verdaulich und irgendwie aalglatt. Aber eben nicht scheiße, zumal der Sound gewohnt überfett aus den Boxen dröhnt (phasenweise extrem tauglich für Tanztempel). Der Patient ist auf dem Weg der Besserung, wenngleich dieser nicht mehr an den Metalclubs vorbeiführt.
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