Kritik zu Sebastian Bach Give 'Em Hell

Sebastian Bach Give ‚Em Hell

Hard Rock, Frontiers/Soulfood 12 Songs / VÖ: erschienen

5.0/ 7
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Foto: Metal Hammer

Bei Sebastian Bach hat man bei jeder Platte Angst, dass sein musikalisches Machwerk genauso zerschnippelt und auf Makellosigkeit getrimmt wird wie das Gesicht des einstigen Skid Row-Sängers.

Ganz unberechtigt ist das nicht. Bachs Musik wandelt fast traditionell auf einem Pfad zwischen cooler Hard Rock-Härte und Botox-Künstelei. GIVE ’EM HELL hat aber – wie schon der Vorgänger KICKING AND SCREAMING – das Gewicht auf die richtige Seite verlegt. Auf seine gar nicht mal sooo alten Tage scheint der frühere Coverboy noch ordentlich Wut im Bauch zu haben.

Von Beginn an gibt es meist volle Riff-Breitseite mit leichtem Alternative-Einschlag. Aber natürlich kommt auch die dritte Soloplatte nicht ohne ein Mindestmaß an Kitsch aus. Allerdings in erstaunlich erträglichem Umfang. Sebastian Bach ist ein Mann für den Mittelweg.

Er mag kantige Riffs genau wie er eingängige Melodien braucht, damit sie sich an seine noch immer fantastische Stimme schmiegen. Dass er dabei vereinzelt übers Ziel hinausschießt, liegt in Bachs Natur. Ab und zu wären ein paar Falten vielleicht gar nicht so verkehrt. Diese würden nämlich Gesicht und Musik noch natürlicher wirken lassen.

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