Schon mal ein kleiner Tipp vorweg: Sortiert diese Scheibe nicht chronologisch nach dem Jahr ihres Erscheinens in eure Sammlung ein. ONE BULLET LEFT transportiert den klassischen Achtziger-Heavy Rock von Sinner perfekt ins 21. Jahrhundert und sollte damit irgendwo zwischen DANGER ZONE (1984), TOUCH OF SIN (1985) oder COMIN’ OUT FIGHTING (1986) stehen. Das belegen alleine schon der flotte Opener ʻThe One You Left Behind’, das rockige ʻGive & Take’ oder der von glamiger Percussion-Arbeit dominierte Titeltrack. Und das Ganze bitte explizit in die Nähe eurer Thin Lizzy-Kollektion stellen: Schließlich legen Stücke wie der Melodic-Rocker ʻBack On Trail’ oder das geradlinige ʻSuicide Mission’ die Vermutung nahe, Mat Sinners zweiter Vorname wäre „Phil“ (Lynott). Ach ja: Motörhead würden sich auch als grobe Adresse empfehlen. Zumindest, wenn man ʻ10 2 Death’ als Vergleich heranzieht: ein ordentlicher Rock’n’Roller mit Dampf und Schmackes, der uns glauben lässt, in Sinners Gurgelwasser hätte sich eine ordentliche Dosis Reißnägel befunden.
Ja, und was ist das denn? Accept-Grooves in ʻMind Over Matter’? Kein Wunder, wenn man weiß, dass der blonde Sänger/Bassist diese Nummer zusammen mit Wolf Hoffmann verfasst hat. Zudem sorgen gleich drei Gitarristen für Variabilität: Alex Beyrodt (Voodoo Circle, Silent Force) war für die Classic Rock-Nuancen verantwortlich, Christof Leim (The New Black) für die Black Label Society-Grooves und Alex Scholpp (Tarja, Farmer Boys) für das Moderne. Fazit: Zwölf Schuss, zwölf Volltreffer. Beziehungsweise ein Schuss voll ins Schwarze…
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