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The Gentle Storm The Diary

Progressive Metal, Insideout/Universal 22 Songs / VÖ: 20.3.

6.0/ 7
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Endlich kommt zusammen, was zusammengehört. Bereits auf den wohl besten Ayreon-Werken INTO THE ELECTRIC CASTLE und 01011001 kreuzten sich ihre Wege: Arjen Anthony Lucassen und Anneke Van Giersbergen (früher bei The Gathering). Und weil es den beiden so viel Spaß gemacht hat, gingen sie jetzt zusammen ins Studio. The Gentle Storm nennt sich das gefühlt zehnte Projekt von Lucassen und ist selbst für den verrückten Holländer ein Novum: Ein Geschwisteralbum, bestehend aus einem harten Bruder (STORM – Metal) und einer süßen Schwester (GENTLE – Folk) – die gleichen Songs, nur anders arrangiert. Der Hörer muss sich entscheiden: Lagerfeuer oder Opernhaus.

Fangen wir leicht an. Die GENTLE-Songs sind folkig, knuffig, süß – genau das Richtige, um mit einem Blümchen (oder etwas Ähnlichem) im Mund auf einer grünen Frühlingswiese zu liegen und der Sonne beim Strahlen zuzusehen. Wer jetzt glaubt, dass der harte Bruder richtig Gas gibt, wird sich wundern. Denn das Gewitter bleibt zunächst aus. Klar, jetzt kommen die Stücke mit einer E-Gitarre aus den ­Boxen, aber ein Sturm ist das nicht. Erst beim dritten Song (ausgerechnet ‘The Greatest Love’) wird der Hammer rausgeholt. Opulent, episch, dick. Der Sound vergrößert sich jetzt sekündlich, was auch beim folgenden ‘Shores Of India‘ fortgeführt wird.

Dennoch fühlen sich die Songs nicht wie andere Lieder an, sondern nur etwas härter arrangiert. Da hätte man vielleicht mehr erwarten können. Die Kompositionen als solche sind jedoch über jeden Zweifel erhaben und aufgeräumter als beim letzten Ayreon-Album. Daher: Pflicht für Lucassen-Fans.

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