Toggle menu

Metal Hammer

Search
Spezial-Abo
Logo Daheim Dabei Konzerte

Upcoming: Blues Pills

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Tage
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden

Tribulation The Children Of The Night

Death Metal, Century Media/Universal 10 Songs / VÖ: erschienen

5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Atmosphärischer Death Metal mit progressiven Einschüben ist eine Kunstform für sich, die nur wenige Gruppen praktizieren und noch weniger Bands wirklich beherrschen. Kein Wunder also, dass viele METAL HAMMER-Redakteure ganz genau hinhörten und im letzten Schluss nicht umhinkonnten, den 2004 gegründeten Tribulation (zuvor unter dem Namen Hazard als Thrash Metal-Kapelle unterwegs) die verdiente Soundcheck-Krone aufzusetzen.

Mit ihren bisherigen Veröffentlichungen konnten sich ­Tribulation konsequent steigern: Nach ersten Demos und der 2006er-EP PUTRID REBIRTH machte die Band aus dem schwedischen ­Arvika mit den beiden Alben THE ­HORROR (2009) und THE FORMULAS OF DEATH (2013) auf Undergroundlabels von sich reden, bevor Century Media zuschlugen und Tribulation damit die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen konnten. Auf ihrem dritten Werk THE CHILDREN OF THE NIGHT zeigen die Schweden nun eindrucksvoll, dass sie ihr düsteres Handwerk in Perfektion beherrschen.

Schon der Einsteiger ‘Strange Gateways Beckon’ überrascht mit unvergleichlich melancholischem Klang und Orgel­akzenten, die sich im Verlauf des Albums wiederholen. Purer und dabei verspielt ertönt danach das ebenso in THE CHILDREN OF THE NIGHT ziehende, mitreißende ‘Melancholia’, das den mit ‘In The Dreams Of The Dead’ beginnenden experimentellen Ausflügen von Tribulation den Weg ebnet. Obwohl die Songs mit Gesang letztlich mehr Durchschlagskraft entwickeln, gelingt es auch Klanglandschaften wie ‘Själaflykt’ und ‘Cauda Pavonis’ sowie langen instrumentalen Intermezzi, Spannung zu erzeugen – teilweise nimmt THE CHILDREN OF THE NIGHT sogar Züge eines Soundtracks an.

Besonders packend klingt die Kombination von atmosphärischen Stromsequenzen mit harschem Krächzen, treibenden Riffs und rockigen Rhythmen (‘Winds’, ‘The Mother­hood Of God’), die den Hörer mit unwiderstehlicher Dichte in Atem hält. Das Quartett taucht aber nicht nur in nostalgisch düstere Welten ein (‘Strains Of Horror’), sondern präsentiert auch erst zurückhaltende, dann rauschhafte Uptempo-Nummern (‘Holy Libations’) und gefährliche Doomer (‘Music From The Other’). Einzig ihren vom Vorgängeralbum bekannten Hang zur Überlänge sollten Tribulation überdenken – davon abgesehen legt die Gruppe ein packendes Werk für Liebhaber etwas anderer Todesspielarten vor.

Rund 100 aktuelle Reviews findet ihr in unserer Mai-Ausgabe.

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 5,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 05/15“ und eurer Adresse an einzelheft@metal-hammer.de schicken.
Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Memoriam :: FOR THE FALLEN

Deserted Fear :: DEAD SHORES RISING

Revel In Flesh :: EMISSARY OF ALL PLAGUES


ÄHNLICHE ARTIKEL

Converge: Jacob Bannon startet Death Metal-Projekt

Jacob Bannon stand der Sinn zwischendurch mal nach richtigem Metal. Darum hat der Converge-Sänger ein Nebenprojekt gegründet.

Schlagabtausch: Ghost vs. Tribulation

Im gemeinsamen Gespräch berichten Tobias Forge von Ghost und Jonathan Hultén von Tribulation über die Transformation zur Bühnenperson.

David Vincent: "Johnny Cash war Death-Metaller"

Ex-Morbid Angel-Frontmann David Vincent verleiht Country-Legende Johnny Cash in einem aktuellen Interview kurzerhand Death Metal-Status.

teilen
twittern
mailen
teilen
Converge: Jacob Bannon startet Death Metal-Projekt

Converge-Frontmann Jacob Bannon hat offenbar mal eine musikalische Luftveränderung gebraucht. Und zwar eine ziemlich deftige. So hat der US-Amerikaner die Band Umbra Vitae ins Leben gerufen, die angenehm brutalen Death Metal auftischt. Wer neugierig geworden ist und ein Ohr riskieren will, kann sich unten mit ‘Return To Zero’ einen ersten Track reinziehen. Zusammen mit Bannon spielen die Gitarristen Sean Martin (Twitching Tongues, ex-Hatebreed) und Mike McKenzie (The Red Chord, Stomach Earth), Bassist Greg Weeks (The Red Chord) sowie Schlagzeuger Jon Rice (Uncle Acid & The Deadbeats, ex-Job For A Cowboy) in der neu gegründeten Formation. Die Mannen um den Converge-Kopf…
Weiterlesen
Zur Startseite