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Eskimo Callboy We Are The Mess

Trancecore, Redfield/Alive 13 Songs

5.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Bei diesem Band-Namen fliegen sofort die erhobenen Zeigefinger der politisch korrekten deutschen Schwarmkompetenz in die Höhe: Eskimo Callboy sollen sich auf ihrem Debüt BURY ME IN VEGAS (2012) nicht nur der Frauenfeindlichkeit, sondern auch der Homophobie und des Angriffs gegen Minderheiten schuldig gemacht haben.

Erstaunlich, dass 30 Jahre nach Mötley Crüe, W.A.S.P. und APPETITE FOR DESTRUCTION tatsächlich noch sinnfreie (und bewusst provokante) Texte über Suff und Sex für Aufregung sorgen. Dem Erfolg tat das wie immer keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Band aus Castrop-Rauxel setzt daher weiter auf ihren bewährten Mix, der sich aus massig Elektronik, derben Breaks sowie flotten Metal-Riffs nährt und ordentlich Spaß zwischen die Backen bringt. Im Grunde klingt das Ganze wie Asking Alexandria auf LSD.

Allerdings machen es sich Eskimo Callboy phasenweise zu einfach. Ihre Lieder gehorchen fast immer demselben Bauplan, und das nutzt sich nach mehrmaligen Durchläufen ab. Auf den nächsten Alben muss das Sextett beweisen, dass es Variabilität nicht nur aus dem Duden kennt. Bis dahin wird die Messe aber mehr getanzt als gelesen. Denn WE ARE THE MESS macht eben letztlich doch Laune. Und darauf kommt es bei politisch unkorrekten Menschen schließlich an.


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