Kritik zu Hellyeah Blood For Blood

Hellyeah Blood For Blood

Modern Metal, Eleven Seven/Warner 10 Songs / VÖ: 06.06.2014

4.0/ 7
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Hmmm, schwierig. Beim letzten Hellyeah-Album BAND OF BROTHERS (2012) hatte ich das Gefühl, dass die All-Star-Truppe ihren endgültigen Weg gefunden habe. Das Ding strotzte vor Selbstbewusstsein, besaß Schmiss satt und dokumentierte vor allem stolz die Vergangenheit der beteiligten Musiker.

Das Seltsame: BLOOD FOR BLOOD ist musikalisch ähnlich ausgerichtet wie sein Vorgänger, doch trotzdem knarzt es im Gebälk. Das Ganze wirkt irgendwie zerrissener, kommt ohne das Durchsetzungsvermögen von BAND OF BROTHERS und die großen Hits aus. In manchen Liedern fragt man sich nach der Sinnhaftigkeit einzelner Passagen: Anstatt in den fünften Gang zu schalten, wählen die Musiker plötzlich ein abruptes Abbremsen. Das raubt irgendwann die Laune – speziell, wenn man die Doublebass von Vinnie Paul zu den höchsten Gütern des Groove Metal zählt.

Einzeln versprühen Hellyeah genau das, was sie eigentlich so besonders macht: den enthemmten Drive (‘Sangre Por Sangre (Blood For Blood)’), den alkoholisierten Wortwitz ‘Cross To Bier (Cradle Of Bones)’) und trotzdem Tiefgang (‘Black December’). Aber in der Summe ist das zu wenig, um wirkliches Hörvergnügen zu bereiten. Für mich die Enttäuschung des Monats.

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