Exklusive Judas Priest Vinyl mit dem Metal Hammer 03/24

Job For A Cowboy Sun Eater

Death Metal, Metal Blade/Sony 9 Songs / VÖ: erschienen

6.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Kennt ihr das Gefühl, am Rande eines wütend blubbernden Vulkankraters zu stehen, während euch ein schleimiger Sud aus sprudelnder, um sich feuernder Lava bösartig ins Gesicht springt und die Glut eure Haut zu faulig stinkendem Abfall zerschmilzt? Herzlich willkommen bei SUN EATER, dem bereits vierten mehr als wirksamen Versuch von Job For A Cowboy, aus ihren Kinderschuhen zu stapfen.

SUN EATER ist vor Tempo- und Texturenwechseln wabernder, höchst anspruchsvoller technischer Death Metal. Und damit ein völliger Bruch zu ihrem Kiddiespaß DOOM, der Deathcore-formenden EP, die vor chaotischer Hektik Epilepsieanfälle auslöste. Wer heute nach drei Songs noch klar sieht, hat als Liebhaber des gepflegten Denksports seinen Kilimandscharo gefunden. Hallende Gitarrenläufe kreisen wie wild um den sich windenden Fretless Bass von Nick Schendzielos wie tausend Spinnen um ihr Opfer. Nick ist allzeit präsent und läutet damit eindrucksvoll die Ära des Prog Metal für Job For A Cowboy ein.

Ein Hörerlebnis, bei dem Synapsen im Hirn sprießen, als würden Fischweibchen Tausende Eier in der Sekunde laichen. Heftig. Danny Walker von Intronaut und Murder Construct sitzt neu an den Drums, und der einzig wahre „Corpsegrinder“ George Fisher kotzt in ‘The Synthetic Sea’ seinen Rachenraum aus. Also, ran da, denn Bandlabel sagt nicht umsonst: „SUN EATER klingt nicht nur nach einem neuen Album, es klingt nach einer völlig neuen Band.“ Davor eine ehrfürchtige Verbeugung.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Memoriam :: FOR THE FALLEN

Deserted Fear :: DEAD SHORES RISING

Revel In Flesh :: EMISSARY OF ALL PLAGUES


ÄHNLICHE ARTIKEL

Morbid Angel: 35 Jahre ALTARS OF MADNESS

Mit ALTARS OF MADNESS schufen Morbid Angel ein Erstlingswerk, das bis heute zu den wichtigsten Meilensteinen des Death Metal zählt. Wir gratulieren zum 35. Jubiläum der Platte!

Deicide: Glen Benton ist es "scheißegal, was irgendwer denkt"

Nach dem Aufschrei über das KI-Cover des neuen Albums von Deicide meldet sich Sänger Glen Benton zu Wort - dem es herzlich egal ist, was die Leute denken.

Six Feet Under: "Chris Barnes ist ein großer Softie"

Seinem Gesang und seiner Bühnenpräsenz nach zu urteilen, würde man Chris Barnes von Six Feet Under kaum für einen sanftmütigen Typen halten. Laut seinem Band-Kollegen ist er aber genau das.

teilen
twittern
mailen
teilen
Six Feet Under: "Chris Barnes ist ein großer Softie"

Alte Kumpels In einem Interview mit Into The Combine sprach der Gitarrist von Six Feet Under, Jack Owen, über seinen Band-Kollegen und Sänger Chris Barnes. Die beiden kennen sich schon seit der Gründung der Todesmetallgiganten Cannibal Corpse und spielen seit 2020 zusammen in der Death Metal-Band. „Er ist ein großer Softie und wie ein Bruder für mich. Aber wenn man ihn nicht kennt, wirkt er ziemlich distanziert.“ Owen erwähnt im Interview außerdem, dass es viele Leute gibt, die sich Barnes gegenüber gehässig im Netz äußern. „Ich denke, es ist ansteckend, online auf jemandem wie ihm herumzuhacken. Das sind Internet-Trolle, die…
Weiterlesen
Zur Startseite