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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Rage 21

Heavy Metal, Nuclear Blast/Warner 11 Songs / 58:00 Min. / 24.02.2012

6.0/ 7
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Foto: Nuclear Blast/Warner

Seit über 25 Jahren treiben Rage ihr Unwesen in der Musikszene, und noch immer ist ihnen die Lust am Songschreiben nicht vergangen. Für alle, die das Mitzählen der Veröffentlichungen im Laufe der Jahre aufgegeben haben, bietet das neue Werk 21 eine Orientierungshilfe. Nach zwei Jahren Arbeitszeit entstand ein äußerst gelungenes Album, auf das Rage durchaus stolz sein dürfen. Nach dem Intro-Dialog ‘House Wins’ folgt der stürmische Titeltrack ‘21’, mit dem die Heavy Metal-Veteranen einen neuen, nicht mehr aus dem Hirn zu kriegenden Ohrwurm erschaffen haben. Auch an krachenden Geschossen wie ‘Forever Dead’, ‘Serial Killer’ und ‘Death Romantic’ werden Headbanger ihre wahre Freude haben und vermutlich das eine oder andere Schleudertrauma davontragen.

Erstmalig wagen Rage auch gesangliche Ausflüge in Death Metal-Gebiete. Das Experiment funktioniert bestens und hat nichts mit Verrat am eigenen Stil zu tun, sondern spricht für Wagemut und Aktualität. Abgesehen von diesen Neuerungen lebt 21 vor allem von Rages unwiderstehlichem Wiedererkennungswert: Dieser setzt sich aus der gewohnten brachialen Härte und scheppernden Riffs sowie eingängigen, schnellen Melodien und dem gewissen Etwas zusammen, das die markante Stimme Wagners evoziert. Klar: Den Metal erfinden Rage auch im Jahr 2012 nicht neu, doch das Gespür für Hits und gut klingende, mitreißende Stücke zeichnet das Trio nach wie vor aus. Auch wenn das Album mit knapp einer Stunde Spielzeit etwas ausschweifend wirkt, kann 21 in jeder Minute mit Genuss angehört werden. Das Eisen hat noch immer keinen Rost angesetzt.

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