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Metallica: Die Pläne von Hetfield und Co. für 2020

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Es ist immer interessant, was Metallica vorhaben. Was die Thrash-Veteranen auch anfangen, immer schauen Metal-Fans auf der ganzen Welt gebannt zu. Bis vor Kurzem sah alles danach aus, dass Frontmann James Hetfield, Drummer Lars Ulrich, Gitarrist Kirk Hammett und Bassist Rob Trujillo nach dem Abschluss der „World Wired Tour“ mehr oder weniger direkt ins Studio gehen, um an musikalischen Ideen zu werkeln. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Hause der Formation aus San Francisco dürften sich die Prioritäten nun jedoch verschoben haben. METAL HAMMER wagt trotzdem eine Prognose in Sachen großes „M¡ für 2020…

1) Der Entzug von James Hetfield

Der Gitarrist hat bekanntlich einen Rückfall in alte Verhaltensmuster erlitten und wohl wieder (mehr) als regelmäßig zur Flasche gegriffen. Andernfalls hätte er sich nicht Ende September aus eigenen Stücken auf einen zweiten Entzug begeben. Seinen ersten Entzug brachte Hetfield 2001 hinter sich, nachdem ihn seine Frau vor die Tür gesetzt hatte. Die darauffolgenden Aufnahmen zum Album ST. ANGER wurden in dem Dokumentarfilm ‘Some Kind Of Monster’ festgehalten.

Bevor Metallica also irgendetwas als komplette Band unternehmen, wird „Papa Het“ erst einmal schauen, dass er wieder vollends auf dem Damm ist und auch keine Lust mehr auf Hochprozentiges verspürt. Das gilt insbesondere für die Situation auf Tour. Lange unterwegs zu sein, mit vielen Leuten, die Verlockung mehrmals in der Woche Party zu machen – dafür muss sich Hetfield gewappnet fühlen. Erst dann kann die Band wieder live angreifen.

Lars Ulrich zufolge macht James durchaus Fortschritte beim Entzug. „Er tut, was er tun muss“, formulierte es der Schlagzeuger in einem Interview mit „USA Today“. „Er befindet sich im Prozess, sich selbst zu heilen.“ Am besten drücken wir dem 56-Jährigen also einfach die Daumen, dass er möglichst schnell die Kurve kriegt und fortan in der Spur bleibt.

2) Konzerte, Festivals, Tourneen

Der eigentlich auf einen herumtollenden Hund gemünzte Satz „Der will nur spielen!“ gilt im besonderen Maß auch für Metallica. „Die wollen nur spielen!“, muss es dann korrekterweise heißen – und näher an der Wahrheit kann man nicht liegen. Hetfield, Ulrich, Hammett und Trujillo beherzigen dabei die große Lehre aus der Umwälzung des Musik-Geschäfts durch Downloads und Streaming: Das große Geld bringen nicht mehr Alben, sondern Live-Shows.

Daher tourt das große „M“ ausgiebig um die Welt – und legt gefühlt kein Jahr eine Pause ein. Das dürfte auch für 2020 gelten, zumal das Quartett auf der jüngsten Konzertreise durch Europa eine enorme Spielfreude versprühte. Wohin es die Herren nächstes Jahr verschlagen könnte, ergibt sich einerseits aus einer Folge von Hetfields Entzug. Im Zuge dessen haben Metallica ja ihre geplante Tour durch Australien und Neuseeland absagen müssen. Selbige soll allerdings so bald wie möglich nachgeholt werden, wie Lars Ulrich zu Protokoll gab:

„Mir tun alle unten in Australien und Neuseeland leid, aber wir sind begeistert darüber, wieder zu voller Kraft zu finden sowie stärker und gesünder als jemals zuvor zurück zu kommen. Offensichtlich gibt es unterwegs gelegentlich einen Huckel in der Straße. Aber es war eine unglaubliche Fahrt, und wir freuen uns darauf, dorthin zurückzukehren, hoffentlich nächstes Jahr.“

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Darüber hinaus haben Metallica auch schon einen Deal mit dem US-amerikanischen Festivalveranstalter Danny Wimmer Presents geschlossen. Dieser sieht vor, dass die weltweit größte Metal-Gruppe im Sommer 2020 nicht nur jeweils einmal auf den Danny Wimmer-Open Airs „Louder Than Life“, „Aftershock“, „Welcome To Rockville“ und „Sonic Temple Music + Arts“ auftritt, sondern jeweils zweimal. Zuvor geht es im April noch für einige Gigs nach Südamerika. In Europa dürften sich die vier Thrasher demnach rar machen.

3) Start mit dem neuen Album

Neben Konzerten dürfte Songwriting das andere große Projekt auf der Agenda von Metallica sein. Schließlich ließen die Metaller keine Gelegenheit aus zu betonen, dass sie nie wieder acht Jahre zwischen der Veröffentlichung von zwei Alben verstreichen lassen wollen. Dies geschah zwischen dem letzten Werk HARDWIRD… TO SELF-DESTRUCT (2016) und dem Vorgänger DEATH MAGNETIC (2008). Da die Gruppe 2020 schon die Halbzeit der Acht-Jahre-Marke erreicht, werden die Kalifornier sicher alles dafür tun, um in die Puschen zu kommen.

Ganz besonders kribbelt es Lead-Gitarrist Kirk Hammett in den Fingerspitzen. Der leidenschaftliche Surfer hatte für HARDWIRD… TO SELF-DESTRUCT über 500 Ideen gesammelt und auf seinem Smartphone gespeichert. Dumm nur, dass er das Gerät verlor und dadurch so gut wie nichts zum Songwriting auf der jüngsten Metallica-Scheibe beitragen konnte. Dementsprechend motiviert ist der Lockenkopf:

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„Ich hoffe, wir können schon bald ins Studio gehen. Ich habe eine Tonne Material und bin dazu bereit, sofort loszulegen“, sagte Hammett im Frühjahr 2019 und visierte dabei wohl den Herbst dieses Jahres an. Bassist Trujillo äußerte sich unter anderem im „The Music Podcast“ (siehe unten) optimistisch bezüglich der Albumveröffentlichung: „Es kommt viel früher als die letzten beiden. Ich denke, dieses Mal werden wir deutlich früher damit anfangen, ins Studio zu springen und mit der Arbeit zu beginnen.“

Dazwischen gekommen ist nun der Entzug von James Hetfield. Nichtsdestotrotz ergeben sich nächstes Jahr dennoch ein paar Zeitfenster für kreative Phasen. Angenommen „Papa Het“ ist bis Ende des Jahres wieder fit, könnten Metallica von Januar bis März 2020 bereits die erste Songwriting-Phase einläuten. Das nächste Loch im Live-Terminplan tut sich dann von Juni bis August auf. Insofern können wir festhalten: Die Gelegenheiten bieten sich, jetzt müssen die „Four Horsemen“ nur noch zu Potte kommen.

Episode 81 | Metallica | 15 – 03 – 2019 by The Music

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Metallica: Die fünf erfolgreichsten Alben

Jeder Metaller liebt Metallica. Zum Teil aus unterschiedlichen Gründen. Und jeder favorisiert wohl ein anderes Album von Frontmann James Hetfield, Drummer Lars Ulrich, Lead-Gitarrist Kirk Hammett sowie den Bassisten Cliff Burton, Jason Newsted und Rob Trujillo (wenn wir mal alle wichtigen Tiefton-Verantwortlichen mit aufnehmen). Klar, die frühen Werke sind sicherlich am meisten geschätzt unter den Anhängern der Thrasher. Und Platten wie LULU und ST. ANGER sind entweder komplett durchgefallen oder dienten als Wiederinstandsetzungmaßnahme für die Band. So lasst uns einen Blick auf die fünf erfolgreichsten Scheiben des großen M werfen. Eine Überraschung können wir schon mal vorwegnehmen: Das Debüt KILL ’EM…
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