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31 – A Rob Zombie Film Horror

Horror,

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Foto: Tiberius Film GmbH

Wir schreiben das Jahr 2016: In Amerika und Europa häufen sich in den Nachrichten Berichte über „Killer-Clowns“, die die Straßen unsicher machen und Angst und Schrecken verbreiten. Was würde sich da also Besseres anbieten, als einen Film über Killer-Clowns zu drehen? Schließlich gab es seit Stephen Kings Es aus dem Jahr 1990 keinen guten Film mehr über meuchelnde Spaßvögel. Nun, Rob Zombie muss ein wahrer Hellseher gewesen sein, als er 2014 zum ersten Mal sein neuestes Werk 31 – A Rob Zombie Film ankündigte. Bald kommt der Film auch hierzulande ins Kino und wir verraten euch, ob er sich lohnt.

Handlung

Es ist der 31. Oktober 1976: Die fünf Jahrmarktmitarbeiter Charly, Venus, Panda, Levon und Roscoe fahren nachts mit ihrem Van die Straße entlang, als sie plötzlich anhalten müssen, da mehrere Vogelscheuchen den Weg versperren: Von maskierten Gestalten werden sie bewusstlos geschlagen und entführt. Als sie wieder aufwachen, finden sie sich in der „Murder World“ wieder, ein bizarrer Zirkus, der von alten Menschen geleitet wird, die als französische Aristokraten verkleidetet sind: Um wieder in Freiheit entlassen zu werden, müssen die fünf Protagonisten das mörderische Spiel „31“ spielen: Eine Gruppe Killer-Clowns wird auf sie gehetzt und ein brutales Spiel mit der Zeit beginnt: Wer das tödliche Spiel zwölf Stunden lang überlebt und dabei selbst zum Killer wird, hat gewonnen. Der Rest wird von den Killer-Clowns umgebracht.

Der Kampf ums nackte Überleben hat begonnen.
Der Kampf ums nackte Überleben hat begonnen.

Clowns ohne Biss

Fünf Clowns machen Jagd auf unsere Gruppe: Sick-Head, Psycho-Head, Schizo-Head, Death-Head und Sex-Head. Obendrauf gibt es mit Doom-Head auch noch einen sechsten Clown, der im Film als Endgegner dient und von allen Clowns am brutalsten und erbarmungslosesten ist. Und genau hier zeigt sich auch schon das erste Problem, denn von den sechs Clowns sind nur zwei wirklich interessant und bleiben im Gedächtnis: Da haben wir Doom-Head, der in einer Schwarzweiß-Sequenz zu Beginn des Films vorgestellt und hervorragend gut von Richard Brake gespielt wird. Schade, dass er nur für ungefähr zehn Minuten im gesamten Film zu sehen ist.

Doom-Head
Doom-Head

Beim zweiten interessanten Clown handelt es sich um Sick-Head, einem kleinwüchsigen und Spanisch sprechenden Clown im Adolf-Hitler-Look, der ein großes Hakenkreuz auf der Brust trägt. Interessant ist er nicht nur aufgrund seines Aussehens, er ist auch besonders fies und extrem nervig und gerade wegen seiner geringen Körpergröße unberechenbar.

Das war es dann aber leider auch schon, die vier restlichen Clowns sind nichts weiter als Schlachtfutter für Gore-Fans und nicht besonders interessant. Das wäre halb so schlimm, wären die Kämpfe mit den irren Psychopathen gut choreografiert und geschnitten. Doch das ist leider auch nicht der Fall, hektische Schnitte und eine oftmals sehr verwackelte Kamera sorgen dafür, dass man nicht viel von den oft amateurhaft dargestellten Kämpfen miterlebt und da nützt es auch nichts, dass 31 laut Aussagen Zombies sein „bisher brutalster Film“ sein soll: Aufgrund des eingesetzten Kamera- und Schnitt-Stils wirkt der Film eher zahm und seine beiden Erstlingswerke „House Of 1000 Corpses“ und „The Devil’s Rejects“ deutlich brutaler. Gore- und Splatter-Fans kommen bei diesen zwei Filmen mehr auf ihre Kosten als bei 31, auch wenn beim Clown-Massaker der allgemein Look des Films deutlich schmutziger und abgefuckter ist.

Farblose Darsteller

Die fünf Protagonisten und „Helden“ des Films sind leider ähnlich blass wie die meisten Clowns. Einzig Sheri Moon Zombie sticht aus der Gruppe hervor, was als Ehefrau von Rob Zombie allerdings wenig verwunderlich sein sollte. Die lustig gemeinten Sprüche sind ähnlich platt und stumpf, das hatte Zombie bei den zuvor genannten „House Of 1000 Corpses“ und „The Devil’s Rejects“ deutlich besser drauf. Es scheint fast so, als ob er all seine Kreativität für sein letztes Album THE ELECTRIC WARLOCK ACID WITCH SATANIC ORGY CELEBRATION DISPENSER aufgebraucht hat.

Kettensägen-Action
Kettensägen-Action

Fazit

„31 – A Rob Zombie Film“ hätte das Potenzial zu einem echten Kultfilm gehabt und vieles macht der Film auch richtig: Das Arena-Setting, auch wenn es grob an „The Running Man“ mit Arnold Schwarzenegger erinnert, ist stimmungsvoll in Szene gesetzt und herrlich bizarr. Killer-Clowns, die Jagd auf Menschen machen und Opfer, die selbst zu Täter werden müssen, bieten genug Stoff für eine interessante Handlung. Doch leider kratzt Rob Zombie nur an der Oberfläche und sowohl die fünf Jahrmarktmitarbeiter als auch die Killer-Clowns sind nur Mittel zum Zweck, um brutale Morde zu zeigen, ohne aber die Story voranzutreiben. Daran ist auch eigentlich nichts verwerflich, wäre da nicht der hektische Schnitt und die zitternde Kamera. Bleibt abzuwarten, ob der bereits für die Heimkinoauswertung angekündigte und noch brutalere „Zombie Cut“ mehr Details zeigen wird.

31 – A Rob Zombie Film bietet aber mitunter einige unterhaltsame Momente und für Hardcore-Fans von Rob Zombie sowie Horror-Liebhaber ist der Film durchaus einen Blick wert.

Tiberius Film GmbH
Tiberius Film GmbH
Tiberius Film GmbH

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